Debatte unter Anwendern

Warum iOS 7 den PC (eben nicht) verdrängt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Mit iOS macht Apple den klassischen PC endlich überflüssig, jubeln die einen. Stimmt nicht, sagen die anderen – sie wollen nicht auf einen anständigen Monitor und eine vernünftige Tastatur verzichten. Eine lebhafte Debatte.
Noch gar nicht richtig da und schon ein Medienstar: das iOS 7.
Noch gar nicht richtig da und schon ein Medienstar: das iOS 7.
Foto: Apple

Verschwörungstheoretiker munkeln, Apple habe 2007 das erste iPhone herausgebracht, um mittelfristig den klassischen PC abzuschaffen. Das kolportiert zumindest John Cox auf der US-Seite unserer Schwesterpublikation cio.de. Anlass ist das neue Betriebssystem iOS 7 (--> wir berichteten).

Bei der neuen Version habe Apple die Benutzeroberfläche einem Re-Design unterzogen, außerdem könne das System komplexere Tasks leichter ausführen. Das ist es eigentlich auch schon. Das deutsche Magazin Spiegel schreibt: "Es gab weder ein neues iPhone noch ein neues iPad – und schon gar keine iWatch." Trotzdem setze Apple wieder neue Trends: des Konzerns neuer Star, der britische Designer Jonathan Ive, trage Apples Kernkompetenzen wieder nach außen – gutes Design und einfache Bedienung.

"Die Tyrannei des hierarchischen Filesystems beendet"

Das reicht für eine lebhafte Debatte in der IT-Welt. John Cox mutmaßt, Apple ziele bewusst auf die Nutzer in den Unternehmen ab. Er führt die bessere Navigation an und sagt, iOS habe die Tyrannei des hierarchischen Filesystems beendet. Das heißt, auch Menschen mit sehr begrenztem technischen Verständnis können das eigene Gerät sicher administrieren. Hinzu kommt, zitiert Cox den Blogger Fraser Speirs, dass iOS das Virenproblem löse.

So sieht das nicht jeder. In einem Online-Leserkommentar schreibt "Bart", kein iOS-Update werde den PC ersetzen. Nur dieser verfüge über einen ausreichend großen Bildschirm, und eine Tastatur bekomme man auch dazu. Bart schätzt außerdem das Office-Paket. Ein Leser namens "Feingt" erklärt den Begriff "Post-PC" glatt zum Mythos. Er beobachte lediglich, dass tragbare Computer den Tower ablösten. Dagegen ruft "Timaiday" die Community zur Ruhe – noch sei doch alles Spekulation.

Einige weitere Leser-Kommentare lauten wie folgt:

  • "Kein Software-Upgrade wird die Nutzereigenschaften eines Tablets verändern, das Tablet bleibt ein Accessoire, das sich nicht für die Hauptnutzung eignet", schreibt cr0ft.

  • "Die Frage ist doch: Überlebt Apple iOS angesichts des Erfolges von Android und der Dominanz von MCD wie Kindle?", überlegt Jerry 13.

  • "Der ganze Artikel ist doch lächerlich", findet Robert Archambault. (tö)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation CIO.
Autorin: Christiane Pütter

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