Schlechte Karriere-Aussichten

Warum IT-Fachkräfte kündigen

09. September 2011
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wer seine Informatiker halten will, sollte ihnen gute Karriere-Chancen bieten. Das muss gar nicht mit hoher Bezahlung einhergehen, wie eine Befragung zeigt.
Lesen Sie in diesem Artikel, welche Faktoren dazu führen, dass IT-Führungskräfte kündigen.
Lesen Sie in diesem Artikel, welche Faktoren dazu führen, dass IT-Führungskräfte kündigen.
Foto: MEV Verlag

Mehr als jede dritte IT-Fachkraft (35 Prozent) hat den vorigen Arbeitgeber verlassen, weil sie mit der Entwicklung ihrer KarriereKarriere unzufrieden war. Das ergab eine Umfrage des Stellenvermittlers IT Job Board, Frankfurt/M., unter 249 IT-Fachleuten. Damit war der Karriereverlauf das wichtigste Kriterium. Alles zu Karriere auf CIO.de

Gut jeder Fünfte erklärt außerdem, seine beruflichen Interessen (22 Prozent) beziehungsweise eine neue Herausforderung (21 Prozent) habe den Ausschlag zum Jobwechsel gegeben. Zu wenig Bezahlung geben dagegen "nur" 15 Prozent an.

Die Autoren der Umfrage folgern daraus, dass gute Karriere-Chancen für Informatiker nicht unbedingt mit Geld verbunden sind. Mit einer hohen Position in der Firmenhierarchie auch nicht: Nur rund jeder Zehnte (elf Prozent) kündigte wegen Aufstiegschancen.

Arbeitsbedingungen und mangelnde Anerkennung

Wichtiger oder mindestens ebenso wichtig ist ein Bündel "weicherer" Faktoren. So geben 16 Prozent die Arbeitsbedingungen an, zwölf Prozent nennen mangelnde Anerkennung als Trennungsgrund. Ebenfalls zwölf Prozent hätten gern mehr Verantwortung gehabt, ebenso vielen war ihr Job zu unsicher.