Strategien


Kein Wille zur Veränderung

Warum Social Media nicht voran kommt

19. Dezember 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Social Media kommt in Deutschland langsamer voran als erwartet. So lautet das Fazit der Studie "Social Media Delphi 2012" von der Universität Leipzig.
Die Einschätzungen zu Social Media widersprechen sich - einerseits beharren 69 Prozent der Befragten auf der Unterstützung des Top-Managements, andererseits wissen nur 33 Prozent von Zielvorgaben.
Die Einschätzungen zu Social Media widersprechen sich - einerseits beharren 69 Prozent der Befragten auf der Unterstützung des Top-Managements, andererseits wissen nur 33 Prozent von Zielvorgaben.
Foto: Universität Leipzig/Fink & Fuchs PR

"Schwierig", "weniger schnell als erwartet", "langsamer als notwendig" - mit solchen Attributen kommentiert die Universität Leipzig ihre Studie "Social MediaSocial Media Delphi 2012". Die Kommentare beziehen sich auf die Wünsche der Befragten im Gegensatz zur Realität. Befragt wurden nicht Informatiker, sondern 860 Kommunikations-Manager und 32 Social-Media-Experten. Alles zu Social Media auf CIO.de

Die Studienteilnehmer kommen aus Unternehmen wie BASF, Daimler, Henkel und Puma. Außerdem waren der Branchenverband Bitkom, die Max-Planck-Gesellschaft und weitere Organisationen dabei.

Zunächst ein paar Rahmendaten: Immerhin 76 Prozent der Befragten geben an, in ihrem Unternehmen hätten die Mitarbeiter die technische Möglichkeit zur Arbeit mit Social Media. In der Vorjahresstudie waren es erst 69 Prozent. Andererseits bestätigen nur 39 Prozent die Existenz eines Budgets für Social Media (Vorjahr: 17 Prozent).

Glaubt man den Befragten, hat nur jedes zweite Unternehmen Kompetenzen des Social-Media-Verantwortlichen definiert. Dieser Punkt wurde im Vorjahr nicht abgefragt. Social-Media-Guidelines bestehen in 39 Prozent der Unternehmen (2011: 31 Prozent).