Karriere-Planung

Was erfolgreiche IT-Frauen auszeichnet

23. April 2010
Von Nicolas Zeitler
Frauen in Informatik- und Ingenieurberufen schaffen seltener als Männer den Aufstieg über fachliche Spezialisierung. Dabei gleicht ihr Profil dem von Männern.

Auch wenn sie eine gleichwertige Ausbildung haben wie Männer, gelangen Frauen in technisch ausgerichteten Berufen viel seltener auf hohe Posten. Und wenn sie nach oben kommen, schaffen sie es seltener als Männer auf Stellen als profilierte Experten.

Die wichtigsten für die Karriere nötigsten Eigenschaften beurteilen Frauen und Männer ähnlich. Allerdings sind Frauen häufiger als Männer der Ansicht, Erfolg habe mit "männlichem" Auftreten zu tun.
Die wichtigsten für die Karriere nötigsten Eigenschaften beurteilen Frauen und Männer ähnlich. Allerdings sind Frauen häufiger als Männer der Ansicht, Erfolg habe mit "männlichem" Auftreten zu tun.
Foto: Anita Borg Institute

Das hat eine Untersuchung unter 1.795 Frauen und Männern ergeben, die in sieben Hochtechnologie-Firmen mit Sitz im Silicon Valley arbeiten. Durchgeführt hat die Studie "Senior Technical Women: A Profile of Success" das Anita Borg Institute for Women and Technology. Das 1997 von der Informatik-Professorin Anita Borg gegründete Institut mit Sitz im kalifornischen Palo Alto hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Einfluss von Frauen auf Technik zu vergrößern.

Auffällig sind laut den Studienautoren die Unterschiede, welche hohen Posten im Unternehmen Frauen und Männer bekleiden. Männern gelingt es weitaus häufiger als Frauen, als sogenannter "Individual Contributor" aufzusteigen. Das sind Angestellte, deren Fortkommen vor allem auf tiefer Spezialisierung beruht, die die technische Ausrichtung neuer Produkte festlegen oder für Patente und Veröffentlichungen zuständig sind.

Davon unterscheiden sich Mitarbeiter, die auf Management-Positionen aufsteigen und sich durch Führungsverantwortung und Projektleitung auszeichnen. Knapp 37 Prozent der Frauen auf gehobenen Posten haben solche Führungspositionen inne, von den Männern sind es 19 Prozent. Dementsprechend ist der Anteil der Männer auf hohen Stellen als "Individual Contributor" höher.

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