Ratschläge für Führungskräfte

Was Mitarbeiter vom Chef erwarten

27. Januar 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Wenn ein Unternehmen von der Wirtschaftskrise beeinträchtigt wird, wünschen sich die Angestellten vor allem Transparenz. Zudem wollen sie eine offene Diskussion und zeitnahe Informationen über einen möglichen Personalabbau.

Die meisten Mitarbeiter erwarten sich von ihrem Arbeitgeber Transparenz, auch und ganz besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise. 66,6 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich von ihrem Führungspersonal direkte und kontinuierliche Information über die wirtschaftliche Lage und Zukunftspläne der Firma. Am höchsten ist das Informationsbedürfnis bei den 40- bis 49-Jährigen (73,1 Prozent) und bei den nichtleitenden Angestellten (71,3 Prozent).

Worauf es Mitarbeitern bei der Krisenkommunikation ankommt.
Worauf es Mitarbeitern bei der Krisenkommunikation ankommt.
Foto: AXA

An zweiter Stelle der Wunschliste zur Kommunikation in Krisenzeiten steht, Mitarbeiter zur Lösungsfindung einzubinden (56,5 Prozent). Deutlich über dem Durchschnitt liegen mit diesem Wunsch Befragte über 50 Jahre (62,5 Prozent) und Facharbeiter (63,7 Prozent). Der dritte Wunsch bezieht sich auf mögliche drohende Kündigungen: Sollte es zu Personalabbau kommen, wünschen sich 49 Prozent der Befragten eine zeitnahe und klare Kommunikation.

Knapp ein Drittel der Befragten (32,8 Prozent) würde es begrüßen, wenn ihr Chef in schwierigen Zeiten durch Mehrarbeit oder Lohnverzicht persönliches Engagement zeigt. 18,7 Prozent der Angestellten wünschen sich einen Chef, der Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Ähnlich viele Mitarbeiter befürworten persönliche Zuwendung: 17,8 Prozent möchten, dass ihr Vorgesetzter mit ihnen ein gesondertes Gespräch führt. An letzter Stelle der Wünsche für eine Kommunikation in der Krise stehen Lob und Durchhalteparolen (13,2 Prozent).

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