Hilfe durch Home-Office

Was Stress bei Mitarbeitern auslöst

20. Februar 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Zeitdruck, zu viel Arbeit und mangelnde Anerkennung belasten Mitarbeiter. Laut dem DAK-Gesundheitsreport verringert ein Drittel die Belastung durch Home Office.
Mitarbeiter mit einer psychischen Erkrankung fallen im Durchschnitt für einen Monat aus.
Mitarbeiter mit einer psychischen Erkrankung fallen im Durchschnitt für einen Monat aus.
Foto: Viktor Kuryan - Fotolia.com

So hoch wie aktuell war der Krankenstand in Deutschland seit 15 Jahren nicht mehr. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK. 2011 stieg der Krankenstand auf 3,6 Prozent. Ein Jahr zuvor lag er noch bei 3,4 Prozent.

In diesen Zahlen sieht man bei der DAK erste Anzeichen für den demographischen Wandel: "Die Belegschaften sind schon heute durchschnittlich älter als vor zehn Jahren. Ältere Mitarbeiter sind seltener krank als Jüngere, dafür aber deutlich länger", sagt Herbert Rebscher, Chef von DAK-Gesundheit.

Ein DAK-Versicherter war 2011 durchschnittlich 13,2 Kalendertage krankgeschrieben. Doch ein großer Teil war überhaupt nicht krank: Mehr als die Hälfte aller erwerbstätigen Versicherten (52,2 Prozent) meldete sich im vergangenen Jahr gar nicht krank.

Psychische Erkrankungen verdoppelt

Der Anteil psychischer Erkrankungen am Gesamtkrankenstand stieg 2011 von 12,1 auf 13,4 Prozent. Damit hat sich in den vergangenen 15 Jahren der Anteil dieser Krankheitsgruppe am Krankenstand mehr als verdoppelt. Für Arbeitgeber sind psychische Erkrankungen teuer, denn ein betroffener Mitarbeiter fällt im Durchschnitt für rund einen Monat aus. Die DAK appelliert an die Unternehmen, mit Präventions-Maßnahmen gegenzusteuern: "Das Betriebsklima, die Führungskultur und familiengerechte Arbeitsplätze sind betriebswirtschaftlich gesehen weiche Faktoren, können aber helfen, psychische Erkrankungen zu vermeiden", sagt Herbert Rebscher von DAK-Gesundheit.

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