Top-Manager

Was tun gegen Burn-out?

10. Juli 2007
Von Petra Blum
Stress im Job, das Privatleben kommt zu kurz: Top-Manager leiden häufig unter extremem Arbeits- und Zeitdruck. Das zeigt eine Studie der TU Darmstadt. Sie gibt Tipps, wie sich der Burn-Out vermeiden lässt.

"Das Thema Work-Life-Balance hat in den vergangenen Jahren an Brisanz gewonnen", sagt Ruth Stock-Homburg, BWL-Professorin an der Technischen Universität Darmstadt. Zusammen mit ihrer Mitarbeiterin, Diplom-Psychologin Eva-Maria Bauer, hat sie die Leistungsfähigkeit von Führungskräften untersucht. "Die Anforderungen an die Manager der Topebene sind enorm gestiegen, vor allem junge Führungskräfte haben Probleme, eine Ausgewogenheit zwischen Beruf und Privatleben aufrechtzuerhalten", so die Wissenschaftlerin. Dabei schätzen Stock-Homburg und ihr Team die Kosten für den Ausfall von Topmanagern, die an Burn-out-Symptomen leiden, jährlich auf mehrere Millionen Euro. "Topführungskräfte erkennen die Brisanz des Themas aber häufig erst im späteren Berufsleben, beziehungsweise nach ihrem Ausstieg", sagt Bauer.

Mit ihrer Studie zum Thema Work-Life-Balance stießen die Wissenschaftlerinnen auf eine überraschend breite Resonanz: 42 Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene - darunter fünf Frauen - erklärten sich bereit, in einem 40-minütigen Tiefeninterview über ihre persönliche Work-Life-Balance Auskunft zu geben. 38 der 42 befragten Manager beurteilen das Thema auch als zunehmend wichtig, nicht nur im Hinblick auf die Chefetage. Lediglich drei der Befragten sind der Meinung, eine Balance zwischen Beruf und Privatem sei unmöglich für Topmanager.

Ebenfalls eine große Mehrheit der befragten Führungskräfte stimmten der Aussage zu, dass in den vergangenen Jahren eine Reihe rasanter Entwicklungen die Anforderungen an die Führungsetage enorm gesteigert haben - allen voran die Kommunikationstechnologie. "Die Manager der Topebene müssen immer erreichbar sein, das Handy abzuschalten, traut sich kaum einer", erklärt Stock-Homburg.

Dieser Artikel erscheint mit freundlicher Genehmigung von manager-magazin.de.
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Foto: manager-magazin.de

Zudem müssen Vorstände allzu oft den Spagat zwischen verschiedenen Kontinenten und Zeitzonen bewältigen. "Morgens steht Asien auf dem Plan, abends Amerika. Darüber hinaus belasten noch zahlreiche Geschäftsreisen", so Bauer.

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