Navigationsdienst

Waze-Gründer: Google lässt uns Unabhängigkeit

20. Januar 2014
Der Navigationsdienst Waze hat laut Gründer Noam Bardin nach der Übernahme durch Google seine Unabhängigkeit weitgehend behalten.

"Nichts hat sich so recht verändert", sagte Bardin am Sonntag auf der Innovationskonferenz DLD in München. Waze habe weiterhin die bisherige Struktur bis hin zur eigenen Marketing-Abteilung. "Wir sind eine Firma innerhalb einer Firma." Google hatte Waze im vergangenen Juni gekauft, laut Medienberichten für über eine Milliarde Dollar.

Das Besondere an Waze ist, dass Routenpläne auch auf Basis von Informationen der Nutzer und Daten über deren Fortbewegung erstellt werden. Der in Israel gegründete Dienst funktioniert zugleich wie ein Online-Netzwerk für Autofahrer. Sie informieren sich untereinander über Staus, Unfälle oder Radarfallen. Ursprünglich galt FacebookFacebook als wahrscheinlicher Käufer, am Ende bekam aber GoogleGoogle den Zuschlag. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de

Waze hatte schon vor der Übernahme durch Google versucht, Geld mit ortsbezogener Werbung zu verdienen. 2014 werde sich zeigen, ob man dieses Geschäftsmodell auf bei Google übliche Dimensionen von Milliarden Dollar ausbauen könne, sagte Bardin.

Kartendienste werden angesichts der Dominanz mobiler Geräte wie SmartphonesSmartphones und TabletsTablets in der Zukunft eine Schlüsselrolle spielen - "wer die Nutzer halten will, braucht eine eigene Infrastruktur". Dabei sei Transparenz beim DatenschutzDatenschutz wichtig: "Ein Nutzer muss wissen, welche Daten Sie zu welchem Zweck sammeln." Nach der Übernahme werde der Umgang mit Nutzerdaten bei Waze noch genauer unter die Lupe genommen, sagte Bardin. (dpa/rs) Alles zu Datenschutz auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

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