Nutzen überwiegt Risiken

Web 2.0 bereichert soziales Netzwerk

17. Juli 2007
Von Carrie Mathews
Obwohl Xing, LinkedIn und andere soziale Netzwerke Sicherheitsbedenken wecken, setzen die Mitglieder des CIO Executive Council ähnliche Techniken in ihren Unternehmen ein.
Der Plausch im Büro wird ergänzt - nicht ersetzt: Soziale Netze im Intranet bereichern den Austausch unter Kollegen.
Der Plausch im Büro wird ergänzt - nicht ersetzt: Soziale Netze im Intranet bereichern den Austausch unter Kollegen.

Es geht um Kollaboration. Milley Ainsworth, Direktor für InnovationInnovation bei FedEx, hat Ende 2006 angefangen, Networking-Prinzipien für seine Website "Face Net“ zu nutzen. Der Name der FedEx-Seite für interne Innovationen ist angelehnt an "Face Book“ und bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre persönlichen Interessen und Fähigkeiten einzutragen und mit anderen zu teilen. Sie können Themengruppen besuchen, gemeinsam an Projekten arbeiten und sogar Videos hinterlegen. "Idealerweise hätte ich gerne, dass Face Net - und Social Networking im Allgemeinen - irgendwann genauso akzeptiert ist wie E-Mail“, sagt Ainsworth, in dessen 40-Mann-Team sich vier Mitarbeiter ausschließlich um soziale Netze kümmern. Um sein Ziel zu erreichen, verlost Ainsworth iPods, Kameras und andere Glasperlen auf Face Net, um möglichst schnell die kritische Masse an Nutzern zu erzielen. Alles zu Innovation auf CIO.de

Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern ist auch bei Lockheed Martin das Ziel: "Wir nutzen eine Weisheit aus der Kriegskunst: Gehe mit der Bewegung. Und nutze die Bewegung, um zur Kollaboration zu ermutigen“, sagt Joe Cleveland, Vice President und CIO. "Wir haben in der neuen Generation von Mitarbeitern gesehen, wie zufrieden sie Instant Messaging nutzen, um ProjekteProjekte hin- und herzuspielen.“ Außerdem habe man beobachtet, wie effektiv und effizient die Neuen damit sind, erklärt Cleveland, der bei aller Begeisterung auch auf die Risiken eines solchen Vorgehens hinweist: "Selbst etwas so Einfaches wie das Einbauen eines Links in einer Instant Message ist problematisch, weil diese Links Viren, Spyware und Malicious Code öffnen können.“ Alles zu Projekte auf CIO.de

Nutzen ohne Viren und Spyware

Joe Cleveland, Vice President und CIO bei Lockheed Martin: "Wir nutzen eine Weisheit aus der Kriegskunst: Gehe mit der Bewegung."
Joe Cleveland, Vice President und CIO bei Lockheed Martin: "Wir nutzen eine Weisheit aus der Kriegskunst: Gehe mit der Bewegung."

Cleveland hat daraufhin neue Sicherheitsrichtlinien erlassen und ein Trainingsprogramm für die Mitarbeiter aufgesetzt. Für besonders wichtig hält er beim Gebrauch von Internet-Community-Technik:

  • die Nutzer in Sicherheitsfragen zu schulen,

  • die Typen der Informationen zu monitoren, die im Netzwerk hinterlassen werden (aus Datenschutzgründen nur bedingt ratsam, Anm. der deutschen Redaktion),

  • den Zugang zu den Informationen zu regeln,

  • strikte Regeln und ein "Nutzungs-Agreement“ für die Nutzer einzuführen,

  • Mitarbeiter als "single point of truth“ für die Community-Mitglieder zu benennen,

  • sämtlichen Traffic zu loggen (Vorsicht Datenschutz, siehe oben),

  • Speicherrichtlinien festzulegen, in denen die Dauer der Daten-Speicherung festgelegt ist (Vorsicht: Gesetzliche Vorschriften variieren je nach Land).

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