Gartner warnt vor Unterschätzung der Risiken

Web 2.0: Ohne neuen IT-Security-Ansatz wird es gefährlich

11. Oktober 2007
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Analysten von Gartner, generell als Fans von Web 2.0 bekannt, melden sich nun mit Sicherheitsbedenken zu Wort. Die offene Natur der Technologie bringe nie dagewesene Risiken mit sich, so die Warnung. Unternehmen, die keine gezielte Security-Strategie dafür entwickeln, dürften bald im Trüben fischen. Zum Glück hat Gartner ein paar Tipps parat.
Forumsaufbau oder Datenklau - was macht er gerade?
Forumsaufbau oder Datenklau - was macht er gerade?

Bis Ende dieses Jahres, so Gartner Vice President Joseph Feiman, werden drei von zehn Großunternehmen Web 2.0-Initiativen gestartet haben. Dass damit auch eine grundlegende Erneuerung der Security-Strategie fällig ist, sei vielen CIOs nicht klar.

Feiman unterscheidet dabei zwei Kategorien: Schutz für Unternehmen und interne User einerseits, Schutz für externe Anwendungen andererseits.

Interne Risiken beziehen sich zum Beispiel auf MalwareMalware in RSS Feeds oder Informationslecks durch unsachgemäßes Bloggen und fehlerhaften Einsatz von CollaborationCollaboration Tools. Externe Gefahren können aus der Nutzung von Inhalten Dritter (Mashups) und offenen User Communities resultieren. Alles zu Collaboration auf CIO.de Alles zu Malware auf CIO.de

Wie der Analyst beobachtet, hat sich bisher noch kein Trend in der Frage durchgesetzt, wie mit dem Bloggen durch Angestellte umzugehen ist. Manche Chefs fördern es, andere verbieten es, wieder andere haben dazu noch nicht einmal eine formale Richtlinie erlassen. Joseph Feiman selbst hält es für eine Medaille mit zwei Seiten: "Die positive Seite besteht darin, dass Bloggen starke Communities aufbauen und Markentreue festigen kann. Auf der negativen Seite kann Bloggen mit dem Verrat von Firmengeheimnissen verbunden sein. Angestellte, die sich über irgend etwas geärgert haben, können es missbrauchen - und das kann unabsehbare Folgen nach sich ziehen."

Zur Startseite