Europäer zufriedener als Amerikaner

Web 2.0 polarisiert Entscheider

21. August 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wenn die Geschäftsführung Web 2.0-Tools forciert, verläuft der Einsatz erfolgreicher, als in Unternehmen, wo die Initiative von der IT ausgeht. So lautet das Fazit einer weltweiten Studie von McKinsey.

Unternehmen nutzen heutzutage durchschnittlich drei bis vier Web 2.0-Werkzeuge. Dabei sind vor allem Web-Services, Blogs, RSS-Feeds und Wikis gefragt. Das geht aus einer globalen Studie von McKinsey hervor. Was die Zufriedenheit angeht, zeigt sich jedoch kein einheitliches Bild: Schaut man in den Raum Asia-Pacific, so geben 40 Prozent der Befragten an, hochzufrieden zu sein. Acht Prozent dagegen sind überhaupt nicht zufrieden.

Ganz anders in den USA: Bei 29 Prozent der Entscheider fällt die Bilanz negativ aus. Positive Statements kommen nur von 20 Prozent. In Europa hält es sich fast die Waage: 20 Prozent sind sehr zufrieden, 22 Prozent überhaupt nicht.

Sieben Prozent aller Befragten weltweit haben Web 2.0 nach einigen Versuchen von der Liste gestrichen. Die Analysten gestehen denn auch zu, Web 2.0 sei bei vielen Unternehmen noch in der Experimentierphase.

Doch es gibt auch andere Beispiele. Sechs von zehn Entscheidern aus der Befürworter-Ecke generieren aus Web 2.0 nach eigenen Worten bereits Wettbewerbsvorteile. Sie wollen vor allem den Kundenservice verbessern (73 Prozent) und neue Kunden gewinnen (71 Prozent). Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) bindet das Feedback von Kunden in die Produktentwicklung mit ein.