ROI von 194 Prozent errechnet

Web Services auf dem Weg zum Kostenkiller

12. August 2004
Von Michael Kallus
In ein bis zwei Jahren sind Investitionen für Web Services wieder eingespielt. Das zeigt eine Analyse, für die das Marktforschungsunternehmen Soreon fünf Anwendungsszenarien durchgerechnet hat.

Der größte Nutzen von Web Services liegt laut Soreon darin, Geschäftsprozesse innerhalb von Unternehmen und im Kontakt mit Partnern zu rationalisieren. In einem Fall spielte Soreon das Projekt eines Finanzdienstleisters durch, der seinen Vertrieb über ein Web-Services-Portal anbindet. Soreon hat hier einen ROIROI von 194 Prozent errechnet. Alles zu ROI auf CIO.de

Web Services empfehlen sich, um Prozesse im Unternehmen zu rationalisieren.
Web Services empfehlen sich, um Prozesse im Unternehmen zu rationalisieren.

Ein weiteres Szenario erfasste die Integration von 25 Kunden eines Kfz-Teilehändlers, das Projekt sollte den Bestellvorgang automatisieren. Das Ergebnis ist ein positiver Ertrag von 182 Prozent. Die Automatisierung von Call-Center-Funktionen bei einem Direktversicherer kam auf einen ROI von 149 Prozent.

Projekte, die eine größere Anzahl von externen Partnern einbinden, zeigen etwas niedrigere Erträge – die laut Soreon jedoch immer noch mehr als zufrieden stellen. Etwas über 60 Prozent ROI errechnete Soreon für den Fall eines Reiseunternehmens, das Geschäftskunden über Web Services anbindet. Ein ähnliches Ergebnis kann eine Stadtverwaltung erzielen, die Lieferanten über ein Web-Service-Beschaffungssystem einbindet.

Teilweise können Unternehmen auch zusätzliche Umsätze erzielen, berichtet Soreon, indem sie den Service für ihre Kunden verbessern.

Hoher Nutzen, hohe Kosten

Allerdings, so Soreon, kosten Web-Services-Software und die Umsetzungsprojekte einiges. In den analysierten Fallbeispielen liegen die Gesamtkosten über den Projektzeitraum von drei Jahren zwischen 260.000 und 630.000 Euro.