Die wöchentliche CIO-Kolumne

Webservices - es bleibt was hängen

10. Februar 2003
Heinrich Seeger arbeitet als IT-Fachjournalist und Medienberater in Hamburg. Er hat über 25 Jahre IT-journalistische Erfahrung, unter anderem als Gründungs-Chefredakteur des CIO Magazins. Er entwickelt und moderiert neben seiner journalistischen Arbeit Programme für Konferenzen und Kongresse in den Themenbereichen Enterprise IT und Mobile Development, darunter IT-Strategietage, Open Source Meets Business, droidcon und VDZ Tech Summit. Zudem gehört er als beratendes Mitglied dem IT Executive Club an, einer Community von IT-Entscheidern in der Metropolregion Hamburg.
Webservices sollen es nun endlich bringen: Anwendungskomponenten nach Bedarf und kostengünstige Systemintegration, um genau zu sein. Vom „Heiligen Gral reden die Marketiers der britischen Datadirect Technologies sogar. Von dieser Mystik abgesehen weist eine Umfrage des Unternehmens darauf hin, dass am Ende des Webservices-Hypes eine gewisse Substanz im Markt übrigbleiben dürfte.

Gut 300 Entscheider aus meist international aktiven Unternehmen in Großbritannien, Deutschland, Belgien und den Niederlanden, heißt es bei Datadirect, habe man zu Praxis und Plänen mit Webservices-Konzepten und Technologien befragt. Datadirect ist selbst als Anbieter von Komponenten für die Verbindung von Datenbanken und Anwendungssoftware tätig; auch die gegeneinander konkurrierenden Webservices-Technologien .net und Java 2EE gehören zum Arbeitsbereich der Briten.

Die interessantesten Ergebnisse der Umfrage :

Als Willenserklärungen interpretiert, machen die Ergebnisse der Umfrage zuversichtlich, dass es in Zukunft einige Dynamik in der Entwicklung von IT-Anwendungen geben wird - mit sehr erwünschten positiven Effekten für die Produkte- und Servicesbranche.

Aber die Frage nach den Geschäftsmodellen kann noch Antworten vertragen. Anders gesagt: Das stärkste Argument für Webservices (s. o.) wird nur dann eines, wenn sich mit Anwendungen und Komponenten Einkünfte erzielen oder Ausgaben sparen lassen.

Die Business-Modelle, die das bewirken können, wird die IT-Branche nicht zu liefern in der Lage sein - nicht MicrosoftMicrosoft, nicht Sun und nicht Datadirect oder andere Dienstleister. Statt dessen ist die Kreativität der IT-Entscheider im Zusammenspiel mit ihren Kollegen in den Fachabteilungen gefragt. Aber daran sind die Innovatoren und Kostenbremser aller Branchen ja längst gewöhnt. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Heinrich Seeger, Chefredakteur CIO
Heinrich Seeger, Chefredakteur CIO

Heinrich Seeger
heinrich.seeger@cio.de

Links zum Artikel

Thema: Microsoft

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus
Zur Startseite