Neuer Ärger

Weltbild-Betriebsrat spricht von 200 Entlassungen

09. November 2014
Nur wenige Wochen nach der Übernahme des Weltbild-Konzerns durch den Düsseldorfer Investor Droege sind nach Gewerkschaftsangaben erneut Entlassungen geplant.

Bei dem Augsburger Medienhändler seien bis Februar 200 Entlassungen vorgesehen, heißt es auf einem am Donnerstag verteilten Flugblatt des Betriebsrats. "Wir wurden von vorne bis hinten belogen", werfen die Arbeitnehmervertreter dem Investor vor.

Eine Sprecherin von Weltbild wies darauf hin, dass bereits im Oktober "eine personelle Reduktion", wie es damals hieß, angekündigt worden sei. Konkrete Zahlen könnten noch nicht bestätigt werden, die Verhandlungen über einen Sozialplan stünden erst am Anfang. Die Finanzierung von Weltbild stehe aber auf einem soliden Fundament, betonte die Sprecherin.

Im Sommer hatte die Droege Group Weltbild mit seinem Internethandel und zahlreichen Buchhandlungen mehrheitlich übernommen. Bislang gehörte das Unternehmen der katholischen Kirche, zum Jahresanfang musste das Verlagshaus Insolvenz anmelden. Zuletzt hatte Weltbild noch 2600 Beschäftigte, etwa 1000 Jobs waren bereits gestrichen worden. (dpa/rs)

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