Wenige Unternehmen haben einen Verantwortlichen für ihre Datenbank

Weniger Umsatz durch fehlerhafte Kundendaten

09. März 2006
Von Tanja Wolff
Mangelhaftes Kunden-Management führt in Unternehmen weltweit zu Umsatzeinbußen von sechs Prozent pro Jahr. Die deutschen Firmen schätzen ihre Verluste auf 4,7 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Dynamic Markets .
Mehr als zwei Drittel der Befragten glauben, dass sich fehlerhafte Kundendaten auf das Geschäft auswirken.
Mehr als zwei Drittel der Befragten glauben, dass sich fehlerhafte Kundendaten auf das Geschäft auswirken.

75 Prozent der Befragten sind unzufrieden mit ihrem Kunden-Management. Sie meinen, dass sie Geschäfte verpassen, weil sie Kunden- und Projekt-Profile nicht schnell, effektiv und im Einklang mit Datenqualitätsstandards erstellen können. In Deutschland sind es sogar 91 Prozent der Unternehmen.

Im öffentlichen Sektor führen fehlerhafte Daten bei mehr als der Hälfte der Umfrageteilnehmer zur Verschwendung von Ressourcen und zu Produktivitätsverlusten in der Organisation. Jede zehnte Einrichtung meint, dass sie auf diese Weise mehr als fünf Prozent ihres Jahresbudgets verliert.

Nur wenige Organisationen und Firmen verfügen über einen Daten-Verantwortlichen, so die Analyse: Lediglich drei Prozent haben einen zuständigen Mitarbeiter, der allein die Datenbank verwaltet. Die meisten Unternehmen haben die Verantwortung unter verschiedenen Abteilungen aufgeteilt. Dabei ist bei über der Hälfte der Chef der IT für die Kundendaten zuständig, bei 50 Prozent ist es der Administrator und bei 47 Prozent der IT-Manager.

Die Übertragung der Verantwortung hat schlimme Auswirkungen. Der Grund: Viele Unternehmen beschäftigen nicht einen einzelnen Mitarbeiter mit der Pflege der Datenbank. 79 Prozent der Befragten sagten, dass meist drei Angestellte für diesen Bereich verantwortlich sind.