iPad


Ein Ratgeber

Wenn das iPad weg ist

03. Mai 2013
Von Christiane Stagge
Ein unachtsamer Moment in der U-Bahn oder Bibliothek – und schon ist das iPad weg. Mit ein paar Handgriffen können Sie Ihre Daten im Vorfeld sichern und im Notfall sogar retten.

Als Michael P. die Tür zu seiner Wohnung aufschließt, verschlägt es ihm den Atem: Schuhe, Kleidung, Geschirr liegen am Boden verstreut, der Parkettboden im Wohnzimmer ist übersät mit Glassplittern, an der Terrassentür klafft ein riesiges Loch. Einbrecher hatten sich an Michaels Haus zu schaffen gemacht, als er und seine Frau über das Wochenende die Schwiegereltern besuchten. Die Schadenssumme: 20.000 Euro. Zu den gestohlenen Gegenständen zählen außer Schmuck, Hi-Fi-Anlage, Laptop und Datenträger auch das iPadiPad – auf dem private Fotos, Filme, Dokumente und E-Mails gespeichert sind. Alles zu iPad auf CIO.de

Der Verlust von Michael P.s iPad ist jedoch nicht typisch: Laut Polizeilicher Kriminalstatistik von 2011 machten Wohnungseinbrüche im Jahr 2012 gerade einmal 7,8 Prozent der Gesamtverbrechen aus. Diebstähle nahmen hingegen mit 40 Prozent einen sehr großen Anteil ein. In 45,6 Prozent der Fälle handelt es sich bei den geklauten Gegenständen um Schmuck, Kleidung und Elektrogeräte.

Neuer US-Trend: iPad-Picking

In den USA macht gerade ein ganz gefährlicherer Trend die Runde: „iPad-Picking“. Betroffen sind dabei vor allem Starbucks-Filialen in Großstädten. Die Diebe ziehen den Gästen, die dort ihren Kaffee trinken und das kostenlose WLANWLAN nutzen, ihre iPads förmlich unter den Händen weg – und zwar so schnell, dass Gegenwehr zwecklos ist. Die Banden sind gut organisiert. In den meisten Fällen flüchteten die Diebe sofort in ein Auto, das mit laufendem Motor vor dem Eingang wartete. Alles zu WLAN auf CIO.de

Auch wenn iPad-Picking in Deutschland nicht die Regel ist, sind auch hier die Gefahren nicht zu unterschätzen: Ein unachtsamer Moment in der U-Bahn oder ein kurzer Gang in der Bibliothek vom Lesesaal zum Bücherregal können ausreichen – undschon ist das iPad weg. Dabei muss es nicht mal Diebstahl sein: Auch wenn man das iPad aus Versehen im ICE liegen lässt, kann es mitunter lange dauern, bis man das Tablet wieder in den Händen hält.

Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld mit dem iPad gut auszukennen und zu wissen, wie man seine Daten sichert. Schließlich wollen Sie ja nicht, dass Unbefugte Ihre E-Mails lesen, Apps in Ihrem Namen kaufen oder sich durch Präsentationen blättern, die eigentlich fürs nächste Meeting geplant waren.

Apple selbst hält sich beim Thema Diebstahl sehr bedeckt. Der Apple-Support rät, sich an die nächste Polizeidienststelle zu wenden, falls das iPad geklaut werde. Die Nachverfolgung der Geräte seitens AppleApple sei nicht vorgesehen. Die Polizei nimmt eine Ortung – wenn überhaupt – nur dann vor, falls Leib und Leben in Gefahr sind. Jeder Nutzer ist also selber gefragt, das iPad im Vorfeld ausreichend abzusichern. Alles zu Apple auf CIO.de