Editorial aus CIO-Magazin 04/2012

Wenn Digirati die Firma umbauen

27. März 2012
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Die neue April-Ausgabe des CIO-Magazins ist erschienen. Welche Schwerpunktthemen Sie im aktuellen Heft finden, verrät Ihnen CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
Die neue April-Ausgabe des CIO-Magazins.
Die neue April-Ausgabe des CIO-Magazins.
Foto: cio.de

Das Kunstwort Digirati setzt sich zusammen aus "Digital" und "Literati". 1996 hat John Brockman ein ganzes Buch über solche belesenen Menschen geschrieben, die sich obendrein mit Computern auskennen. Seltene Spezies. Im Vorstand eines Unternehmens sogar noch seltener. Unsere Autorin Riem Sarsam hat trotzdem einen entdeckt: Patrick Thomas, CEO von Bayer Material Science AG. In seinem Unternehmen hätte er die Prozesse ohne IT nie so schön standardisiert bekommen. Und als CIO hätte er auch nicht Kurt De Ruwe eingestellt, der den Fachbereichen auch mal SAP-Anpassungen verweigert. Wer traut sich das schon? (Ist ja auch nur sinnvoll, wenn der CIO sich auf mindestens einen Digirati im Vorstand verlassen kann.)

Schon "Fashionistas" machen einem IT-Chef das Leben schwer. Die finden IT zwar toll - vor allem iPhones. Aber eine koordinierte Einbindung solcher Geräte in die Firmen-IT interessiert sie nicht. Viel zu kompliziert. Soll halt irgendwie laufen. Umso bemerkenswerter, dass Jan Brecht die Fashionistas bei Adidas alle für sich begeistern konnte. Einfacher Trick des CIOs: Bring your own Phone! Brecht integrierte die wildesten Handys seiner Belegschaft ins System, und siehe da: Der Support-Aufwand steigt gar nicht.

CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
Foto: Joachim Wendler

Als "Beginners" oder höchstens "Conservatives" müssen wir uns alle klassifizieren, wenn es um das Thema Green IT geht. Unser Redaktionsbeirat Hajo Popp sitzt in der Jury zum "Green IT Best Practice Award" und beklagt zu viel Feigheit in diesem Bereich. Neue, bessere Technik sei vorhanden. Trotzdem mustern Rechenzentrumsleiter ihre alten Stromfresser nicht aus, weil sie zum Beispiel Wasserkühlung für bedenklich halten. Popp sucht Beispiele für intelligentes Energiesparen. Bewerben Sie sich!

Oder warten Sie einfach ab, bis uns die Cloud aus China überkommt. Dort findet das Konzept auch immer mehr Anhänger. Und da in China die Public Cloud im Vordergrund steht, lassen sich dort auch bald Lösungen beziehen. Wer’s mag.

Hier geht es zum aktuellen Heft.

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