Störungen in Networks

Wie Anwender die Netzwerk-Performance erhöhen

05. Oktober 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die einen lösen 90 Prozent der Netzwerk-Störungen, bevor der End-User etwas merkt, die anderen nur fünf Prozent. Das liegt nicht nur an unterschiedlichem Technologie-Einsatz, sondern auch daran, welchen Stellenwert die Nutzer haben. Das geht aus einer Studie von Aberdeen hervor.

Der geneigte User soll nichts merken. Wenn es schon Probleme mit Netzwerk und Anwendungen gibt, dann sollen sie wenigstens behoben sein, bevor ein End-Nutzer etwas davon mitbekommt. Das gelingt einigen Unternehmen in neun von zehn Fällen, anderen so gut wie nie. Worin sie sich unterscheiden, ist Thema der Aberdeen-Studie "Benchmarking Network and Application Visibility".

Die Analysten haben die Performance von mehr als 150 Unternehmen analysiert und diese nach "Best in Class" (BiC), Mittelfeld und Schlusslichter ("Laggards") eingeteilt. Die Ergebnisse gehen weit auseinander: Die Klassenbesten lösen Probleme mit Applikationen in 83 Prozent der Fälle, bevor Mitarbeiter beeinträchtigt werden. Bei Netzwerk-Störungen gelingt ihnen das sogar zu 90 Prozent.

Die Firmen im Mittelfeld dagegen erzielen solch eine schnelle Lösung bei Anwendungsstörungen nur in 40 Prozent und bei Netzwerk-Problemen in 47 Prozent der Fälle. Die Schlusslichter kommen nur auf vier Prozent (Anwendungen) beziehungsweise fünf Prozent (Netzwerk).

Im Wesentlichen machen die Musterschüler nur zwei Dinge anders: Sie sorgen für mehr Transparenz im Netzwerk und sie achten stärker auf den End-User. So geben 48 Prozent der BiCs an, den Erfolg von Netzwerk- und Anwendungs-Performance an der Zufriedenheit der Anwender zu messen. Unter allen anderen Firmen sind es nur 31 Prozent.

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