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Digitale Plattformen

Wie branchenübergreifende Vernetzung gelingt

Managing Director, Technology Strategy, Accenture Strategy
Die Entwicklung von Produkten und Services ist zunehmend das Gemeinschaftswerk mehrerer Anbieter. Wer sich in diesem Umfeld nicht vernetzt, wird bald das Nachsehen haben.
Digitale Plattformen werden zur neuen Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Playern und Branchen.
Digitale Plattformen werden zur neuen Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Playern und Branchen.
Foto: frank_peters - shutterstock.com

Die Tage, in denen Unternehmen ihre Produkte oder Services völlig eigenständig herstellen und exklusiv aus einer Hand anbieten, sind gezählt. Zunehmend verschwinden die Branchengrenzen, digitale Technologien erlauben ganz neue Formen der Vernetzung und Bündelung von Know-how. Die Erwartungen der Kunden wachsen mit diesen spannenden neuen Möglichkeiten: Der konkrete Anbieter ist ihnen immer weniger wichtig; vielmehr erwarten sie eine passgenaue Lösung für ein konkretes Problem.

Zur neuen Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Spielern und Branchen werden in diesem Umfeld digitale Plattformen, die Know-how bündeln und unzählige Verbindungen zwischen Verbrauchern, Lieferanten, Händlern, Herstellern und Produktentwicklern herstellen - über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

39 Prozent der Unternehmen nutzen bereits digitale Plattformen

Diese Erkenntnis ist mittlerweile auch im Topmanagement angekommen: 81 Prozent der Entscheider, die Accenture für die "Technology Vision 2016" befragt hat, gehen davon aus, dass digitale Plattformen ganze Branchen in komplett vernetzte Ökosysteme verwandeln werden - ganz gleich, ob im Banking oder in der Kommunikationsbranche. 39 Prozent der Unternehmen nutzen heute schon aktiv digitale Plattformen zur Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern, weitere 35 Prozent experimentieren mit entsprechenden digitalen Lösungen - sei es durch die Nutzung bestehender Systeme, den Aufbau eigener Angebote oder beides zugleich. Doch welche Schritte entscheiden über den Erfolg einer Plattformstrategie? Entscheider sollten sich dazu folgende sechs Fragen stellen:

  1. Wie gut sind meine Produkte und Services im Markt positioniert?

  2. Wie kann ich meine Business- und Technologiekompetenz dazu nutzen, die Wertschöpfung in meiner Branche neu zu denken?

  3. Wo schlummern die Umsatzpotenziale in meiner Branche?

  4. Welche personalisierten Produkte und Services kann ich meinen Kunden über digitale Plattformen anbieten?

  5. Wie kann ich Daten nutzen und mir auf diese Weise wertvolle Wettbewerbsvorteile sichern?

  6. Wie muss ich mein Geschäftsmodell verändern, um mir neue Marktanteie zu sichern?

Klar ist: Digitale Technologien allein - Social Media, Mobile Computing, Data Analytics oder Cloud - reichen nicht aus, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Stattdessen müssen Unternehmen in digitale Plattformen investieren, um neue Ökosysteme zu nutzen und selbst zu schaffen. Um dabei das größtmögliche Potenzial freizusetzen, sind alle Stakeholder innerhalb der Organisation einzubinden. Organisationen müssen dabei in drei Richtungen denken:

  • Eine klare Strategie: Digitale Technologien sind mittlerweile zum strategischen Erfolgsfaktor geworden. Die Plattformstrategie eines Unternehmens dürfte daher auch eng mit der künftigen Ausrichtung des Geschäfts zusammenhängen. Zwei Faktoren sind dabei entscheidend: Einerseits sollten Unternehmen sich klar vom Wettbewerb abgrenzen und ihre ganz eigene Nische finden. Andererseits müssen sie sehr agil sein - denn neue regulatorische Vorschriften und das hohe digitale Tempo erfordern schnelle Reaktionen.

  • Eine effiziente Infrastruktur: Plattformen müssen ihren Nutzern genau die Prozesse, Personen und Technologien bereitstellen, über die sie ihren Kunden echten Mehrwert bieten können - und dies auf eine möglichst effiziente Art und Weise. Dazu sollten Unternehmen das sichere Teilen von Daten ermöglichen, Geschäftsprozesse standardisieren und ihre Technologielandschaft verschlanken.

  • Das geeignete Betriebsmodell: Um echten Mehrwert zu schaffen und Doppelkosten zu verhindern, müssen Unternehmen über die gesamte Organisation hinweg sicherstellen, dass alle Services der unterschiedlichen Plattformen miteinander integriert sind und aufeinander abgestimmt werden. Wichtig ist vor allem die klare Verteilung der Zuständigkeiten: In vielen Unternehmen ist der CIO verantwortlich für die Integration aller Services, womit die IT zum Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Plattformstrategie wird.

Plattformen geschickt nutzen

Um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, sind digitale Plattformen, die alle Player der jeweiligen Branche optimal miteinander verbinden, ideal. Wettbewerbsvorteile werden sich nur diejenigen Unternehmen erarbeiten können, die die Plattformen am geschicktesten nutzen - und sowohl Daten nutzen als auch selbst bereitstellen.

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