Sogar Kündigung möglich

Wie Chefs auf Verspätungen reagieren

18. August 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Insgesamt 20 Prozent der Deutschen bekommen Ärger mit dem Chef, wenn sie zu spät am Arbeitsplatz erscheinen. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht empfiehlt, bei einer Verspätung den Arbeitgeber zu informieren. Tut man das nicht, droht im schlimmsten Fall die Kündigung.

Das Karriereportal Monster wollte wissen, ob Zuspätkommer von ihren Chefs Strafe fürchten müssen. Mehr als 2.700 Befragte in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen an der Umfrage teil.

Stau ist ein häufiger Grund für das Zuspätkommen.
Stau ist ein häufiger Grund für das Zuspätkommen.
Foto: Hella

Ein Fünftel der Befragten aus Deutschland gab an, dass sie bei Verspätungen Ärger mit ihrem Chef bekommen. 44 Prozent der Umfrageteilnehmer berichten von einer liberaleren Einstellung des Arbeitgebers: Ihre Chefs dulden vereinzelte Verspätungen, aber keine regelmäßigen. 36 Prozent dürfen sich verspäten, wenn sie kurz Bescheid geben.

"Im Falle einer Verspätung sollte der Arbeitnehmer möglichst umgehend den Arbeitgeber beziehungsweise Vorgesetzten informieren. Wer ohne eigenes Verschulden zu spät kommt, muss dann grundsätzlich keine Konsequenzen fürchten", zitiert das Karriereportal Monster Urs Peter Janetz, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Wer seine Verspätung allerdings verschulde, müsse mit Abmahnung oder im Wiederholungsfall auch mit Kündigung rechnen, so Janetz. Ein Verschulden liege auch dann vor, wenn man im üblichen Morgen-Stau steckt, hier sollte man früher zuhause losfahren. In jedem Fall dürfe der Arbeitgeber versäumte Arbeitszeit vom GehaltGehalt des Mitarbeiters abziehen. Alles zu Gehalt auf CIO.de