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Wie CIOs morgen arbeiten

16. September 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Die gute Nachricht: Nachrufe auf die IT-Abteilung müssen laut Forrester sicher nicht geschrieben werden. Allerdings werden sich die Aufgaben der IT stark wandeln.
Was macht eigentlich ein CIO? Sich jedenfalls in Zukunft die Arbeitszeit anders einteilen als heute, wie diese Gegenüberstellung zeigt.
Was macht eigentlich ein CIO? Sich jedenfalls in Zukunft die Arbeitszeit anders einteilen als heute, wie diese Gegenüberstellung zeigt.
Foto: Forrester Research

Auch CIOs waren einmal klein. Wer damals Feuerwehrmann werden wollte, kann sich möglicherweise ungewollt oft auch dahingehend ausleben – Brandherde gibt es auch in der IT reichlich zu löschen. Vielleicht träumte manch einer aber auch von einer KarriereKarriere als Architekt, Filmproduzent oder Dirigent. Denjenigen kann geholfen werden, wie der Blick in eine neue Studie von Forrester Research zeigt. Die Analysten untersuchen darin, wie die Transformation der IT zu einer „Empowered BT“ die Rolle des CIOs verändert. Und je nach Phase des Übergangs sind just die Eigenschaften der drei genannten Berufe gefragt. Alles zu Karriere auf CIO.de

Das Beste daran: Nachrufe auf die IT-Abteilung und den CIO müssen nach Einschätzung der sechs für die Studie verantwortlichen Forrester-Analysten nicht geschrieben werden. Die These von Tod der IT steht ja im Raume, weil Technologien wie Social Media, Mobile IT, Cloud Computing und Video den Anwendern im Unternehmen ermöglichen, sich selbst mit benötigten Tools und Services zu versorgen – bequem an der IT vorbei. Die Antwort Forresters auf diese „Ermächtigung“ respektive „Empowerment“ lautet „Empowered Business Technology“, kurz „Empowerd BT“, noch kürzer EBT.

Forrester definiert das als Ansatz, bei dem das Ermöglichen technologischer InnovationInnovation ins Business eingebettet ist. Die IT-Abteilung liefert dabei just so viel zentrale Koordination und Überblick, wie für die geschäftlichen Ziele im Unternehmen nötig ist. Nach Einschätzung Forresters ist das der sicherste Weg für die IT, um auf Dauer nicht überflüssig zu werden. Damit einher geht nun aber ein dramatischer Wandel des CIO-Rollenbildes und der zu erfüllenden Anforderungen. Die Analysten führen das in ihrer Studie auf mehreren Ebenen aus. Sie beginnen mit den fünf Attributen, die ein IT-Chef im neuen Zeitalter erfüllen muss. Alles zu Innovation auf CIO.de

5 Anforderungen an den CIO

Erstens wird sich laut Forrester der Fokus in Richtung Empowerment verschieben. Das bedeutet etwa, Marketing und Kundendienst beim Aufbau neuer Customer-Solutions zu unterstützen und den Mitarbeitern bei IT-Fragen eine Art Sicherheitsnetz zu bieten.

Zweitens wird sich die IT einen Ruf als dynamischer Service Provider aufbauen müssen.

Drittens wird sich als Organisationsmodell eine Art Bündnis entwickeln: Die IT hat dabei weniger direkte Mitarbeiter und wird sich auf Kernkompetenzen wie Governance, Enterprise Architecture, Service-Management und das Erarbeiten von unternehmensweiten Standards beschränken. Implementierung und Ausführungen gehen demgegenüber immer mehr in Business-Hand über.