Aus gescheiterten Projekten lernen

Wie Fehler die Karriere fördern

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Nur wer Fehler macht und daraus lernt, bringt sich und das Unternehmen voran. IT-Chefs berichten von ihren Erfahrungen.

"Wer nie was falsch gemacht hat, ist er nur halb so gut wie jemand, der aus schwierigen Erfahrungen gelernt hat", sagt John Puckett. Er muss es wissen: Puckett ist CTO Corporate IT bei DuPont und seit 42 Jahren in der IT unterwegs. Das macht ihn zum Kronzeugen einer These, die unsere US-Schwesterpublikation cio.com vertritt: Wer aus Fehlern lernt, kann sie für die Karriere nutzen.

Beispiel Don Goldstein: Sein erster Job als frischgebackener Vice President IT einer Versicherung bestand aus einem umfangreichen Datenbank-Projekt. Ziel war, die Daten so zu strukturieren, dass jede Abteilung eine 360-Grad-Sicht auf ihre Kunden erhält. Eine Menge Cleansing-Aufwand - und dann fingen die Abteilungen die Diskussion darüber an, wer für welche Daten zuständig ist.

Das ganze Projekt sei ihm aus den Händen geglitten, erzählt Goldstein. Sowohl Zeit als auch Kosten sprengten den Rahmen. Einige Projekt-Mitarbeiter warfen das Handtuch und schließlich verlief das Ganze im Sande. Seitdem teilt er alle ProjekteProjekte in genau definierte Abschnitte ein und besetzt seine Teams aus IT- und Business-Kollegen, berichtet Goldstein, mittlerweile CIO beim Immobilien-Dienstleister CB Richard Ellis. Jeder dieser Projekt-Mitarbeiter ist für spezifische Aufgaben verantwortlich. Alles zu Projekte auf CIO.de

Eben diese Learnings sind es, die laut DuPont-CTO Puckett eine Führungspersönlichkeit ausmachen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seien Leute gefragt, die Herausforderungen durchzustehen hatten.