Reichweitenstudie "digital facts"

Wie Forscher die Internet-Nutzung messen

10. September 2014
Die Marktforscher der AGOF maßen bisher getrennt, wie oft Webseiten über Handys oder über stationäre Computer aufgerufen wurden. Das ändert sich jetzt.

Marktforscher wollen einen besseren Überblick darüber geben, ob Online-Angebote mit mobilen oder stationären Computern genutzt werden. Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) zeigt dafür ab sofort in einer gemeinsamen Auswertung an, wie oft Webseiten von stationären und mobilen Computern aufgerufen wurden. Diese Daten erscheinen in der neuen Reichweitenstudie "digital facts". Für sie seien die Erkenntnisse der existierenden Studien "internet facts" und "mobile facts" zusammengeführt worden, sagte AGOF-Chef Matthias Wahl am Mittwoch in Köln. Die Internetnutzung über SmartphonesSmartphones und TabletsTablets ist in den vergangenen Jahren explodiert. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Die AGOF-Daten zeigen an, wie oft Nachrichtenportale, Koch-Webseiten oder Reise-Dienste aufgerufen werden. Diese Reichweitendaten sind für die Anbieter wichtig, aber auch für Unternehmen, die Werbung im Netz schalten. Wenn beispielsweise klar ist, dass Nutzer eine Website sowohl am Computer als auch auf dem Tablet oder über eine App ansteuern, können Unternehmen jeweils verschiedene Werbung schalten, erklärte die AGOF. Wenn dagegen bestimmte Nutzergruppen nur mobil und andere nur stationär erreicht werden, können Kampagnen gezielt auf diese Zielgruppen zugeschnitten werden.

Zunächst ist "digital facts" ein Prototyp, der die bisherigen Daten fusioniert. Eine differenziertere Version soll im kommenden Jahr folgen. Die AGOF stellte die neue Studienversion auf der dmexco vor, einer Messe für die digitale Wirtschaft in Köln. (dpa/rs)

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