Sturm im Wasserglas

Wie gefährlich WLAN wirklich ist

23. August 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die Bundestags-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte es genau wissen. In einer kleinen Anfrage hat die Fraktion einem Fragenkatalog insgesamt 14 Fragen zur Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) gestellt. Die Antworten der Regierung fielen relativ eindeutig aus. Die Strahlenbelastung durch WLAN ist deutlich unter den zulässigen Grenzwerten. Sicherheitshalber sollte jedoch ein bestimmter Abstand zu den Access Points eingehalten werden.

"Bundesregierung rät von WLANWLAN ab", so titelten MedienMedien vor kurzem mitten im Sommerloch. Hintergrund war eine Anfrage der Fraktion der Grünen an die Bundesregierung, die mehr zur Strahlenbelastung durch die drahtlosen Internet-Netzwerke wissen wollte. Alles zu WLAN auf CIO.de Top-Firmen der Branche Medien

Grenzwerte nicht überschritten

Der Bundesregierung zufolge lagen die bisher gemessenen Strahlenwerte bei öffentlichen Netzwerken um den Faktor zehn bis 100 unter den von der Europäischen Union 1999/519/EG empfohlenen Referenz-Werten. Selbst bei Körperkontakt - also wenn eine Person die WLAN-Karte einsteckt, während der Laptop auf den Oberschenkeln ruht - wurden Grenzwerte bislang nicht überschritten.

Die Bundesregierung stuft das Risiko, dass empfohlene Grenzwerte überschritten werden, auch unter ungünstigsten Annahmen als unwahrscheinlich ein.

Möglichst die Kabelverbindung nehmen

Auf die Frage, welche Vorsorgemaßnahmen von Seiten der Bundesregierung gegen die Strahlenbelastung getroffen werden, lautete die Antwort klar und deutlich: Derzeit keine. Allerdings empfiehlt die Regierung, sich so wenig wie möglich den Strahlen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auszusetzen. Wo möglich seien herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen.