Mehr als fünf Jahre

Wie lange CIOs ihren Job behalten

12. Januar 2010
Von Thomas Wailgum und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
5,3 Jahre lang behält eine CIO im Schnitt seinen Job. Die Krise hat die Verweildauer verlängert. Das könnte sich im kommenden Jahr allerdings wieder ändern.

In den frühen 90ern stand CIO eher für "Career is over" als für Chief Information Officer. Der Grund war, dass die meisten nur zwei oder drei Jahre in ihrer Position blieben, wie man häufig hörte.

CIO heißt längst nicht mehr "Career is over".
CIO heißt längst nicht mehr "Career is over".
Foto: AXA

Dabei stimmte das überhaupt nicht. Unsere amerikanische Schwesterpublikation CIO.com verweist auf eine Studie aus dem Jahr 1996. Die enthüllt, dass CIOs in den 90ern tatsächlich knapp fünf Jahre in ihrem Job blieben. Sie waren auch längst nicht diejenigen Vorstände, die am häufigsten die Kündigung traf. Personalvorstände etwa erwischte es öfter als CIOs.

In den 2000ern stabilisierte sich die Verweildauer von CIOs weiter. Wie die CIO-Studie "State of the CIO" zeigt, kletterte die Zeit eines IT-Vorstands in seinem Job von viereinhalb Jahren (2004) bis auf fünf Jahre (2007).

In diesem Jahr kommt die Studie zum folgenden Ergebnis: Ein CIO bleibt im Schnitt 5,3 Jahre in einem Job. Das sind elf Monate mehr als ein Jahr zuvor.