Strategien


Mitarbeiter einbeziehen

Wie man ITler entstresst

23. Juni 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
ITler werden entlastet, wenn sie im Team einen Stresskalender einführen. Ein Forschungsteam hat diese und andere Methoden für Gesundheitsprävention in Unternehmen getestet.

Bei dem Forschungsprojekt "Demografischer Wandel und Prävention in der IT" (DIWA-IT) geht es darum, wie Beschäftigte in der IT-Branche trotz ihrer hohen Belastung gesund bleiben können. Im Rahmen des Projekts erkannten Soziologe Dr. Tobias Kämpf und seine Kollegen vom Münchner Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ISF München), wie sich die Gesundheitsproblematik in der IT-Branche verschärft hat. Nun haben Sie erste Pilotprojekte durchgeführt.

CIO: Im letzten Gespräch mit CIO im November 2009 haben Sie angekündigt, nun in Firmen Pilotprojekte zur innovativen Gesundheitsförderung zu starten.

Der Soziologe Tobias Kämpf.
Der Soziologe Tobias Kämpf.
Foto: Kämpf

Kämpf: Das ist richtig. Wir haben in unserer Analysephase erkannt, dass Mitarbeiter in der IT häufig einer neuen Belastungskonstellation ausgesetzt sind. BurnoutBurnout und StressStress sind da oft nur die Spitze des Eisbergs. Für viele haben sich die Belastungen grundlegend verschärft. Alles zu Burnout auf CIO.de Alles zu Stress auf CIO.de

CIO: Welches Ziel haben Sie bei den Pilotprojekten verfolgt?

Kämpf: Wir wollten erreichen, dass sich die Gesundheitssituation in den Unternehmen verbessert. Das erfordert mehr als nur klassische Maßnahmen der Gesundheitsförderung. Die soll nicht mehr länger ein Randthema sein, sondern integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik werden.

CIO: Wie sind Sie vorgegangen?

Kämpf: Wir haben fünf zentrale Handlungsfelder definiert. Bei den Pilotunternehmen vor Ort haben wir diese dann vorgestellt. Was umgesetzt wird, haben die Teams der Unternehmen selbst entschieden. Diese Beteiligung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Punkt für den Erfolg von Gesundheitsförderung.

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