Strategien


IT im Marketing

Wie Marketing-Automatisation funktioniert

22. April 2015
Jan Koch ist Consultant bei der bowi GmbH und Projektleiter des Social-CRM-Datenschutzprojektes Sphere. Hinter der 1987 gegründeten bowi GmbH steht ein interdisziplinär aufgestelltes Team aus xRM-Experten.
IT im Marketing richtig einzusetzen, umfasst weit mehr als nur die technischen Werkzeuge beispielsweise für CRM zu kennen.

Die Welt war gut, als noch über E-Mail-Marketing gesprochen wurde, oder über Kampagnen-Management. Manche sagen, sie sei jetzt noch besser, aber darüber will ich nicht urteilen. Marketingkampagnen gestalten hat sich nicht geändert, nur müssen Verantwortliche mehr Faktoren beachten. Anfang von allem ist eine gute Datenbasis.

Datenqualität

Daten sind der neue Brennstoff für beinahe jeden Geschäftsbereich - so auch im Marketing. Marketing-Datenbanken beinhalten neben Adressdaten vor allem Bewegungsdaten zum Verhalten des Kunden in einem Online-Shop, in Newslettern oder auf Wissensportalen. Hinter diesen Bewegungsdaten werden Bedarf und Präferenzen einzelner Kunden ausgemacht, aber auch eigene Inhalte, Produkte und Kampagnen nach ihrer Wirkungsweise analysiert. Die Datenqualität erhöht sich durch das Anbinden weiterer Datenquellen; die in Zukunft wahrscheinlich wichtigsten sind Social Networks.

Marketing-Datenbanken autonom und agil zu halten, ist wichtig und wertvoll für ein sich stets nach Kundenbedürfnissen entwickelndes Marketing; jedoch darf es zwischen Marketing- und CRM-Datenbanken keine Barrieren geben. Es ist heute an der Zeit für Marketing- und CRM-Verantwortlich,e ganz nah aneinander zu rücken. Die beiden Welten, auch wenn ihr Daten-Herz in unterschiedlichen Takten schlägt, müssen miteinander und voneinander leben. CRM- und Marketing-Systeme müssen stets miteinander integriert und synchron gehalten werden. Das ist die Herausforderung für Datenspezialisten.

Persönlichkeitsrechte

Niemand weiß so recht, woher sie auf einmal kommen, aber sie waren schon immer da: die in Deutschland geltenden Persönlichkeitsrechte bezeichnen unter anderem, dass man nicht in die Privatsphäre anderer eingreifen darf. Für Markenspezialisten ist das fast skandalös! Ist es nicht genau die Privatsphäre, in der jede gute Marke fest verwurzelt sein muss? Lange schon redet man nicht mehr vom Share of Wallet, also dem eigenen Anteil an den monetären Ausgaben des Kunden, sondern vom Share of Mind, dem eigenen Anteil an den Gedanken und Assoziationen des Kunden - wieso denn nicht auch gleich vom Share of Privacy? In die Privatsphäre eindringen und dort zu bleiben: Das ist das ausgemachte Ziel jeder Eroberungskampagne einer guten Marke.

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