Absonderliche Anschreiben

Wie Sie den Job garantiert nicht bekommen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wie man sein Anschreiben formulieren muss, um einen Job ganz sicher nicht zu bekommen, weiß Max Messmer. Er ist CEO bei dem Personaldienstleister Robert Half International.

Sie füllen ganze Bücherregale, die Ratgeber zu Karriere und Bewerbung. Erfrischend anders nehmen sich die Erfahrungsberichte von Max Messmer aus. Der CEO des Personaldienstleisters Robert Half International stellt einige Beispiele von Bewerbern zusammen, die es komplett falsch gemacht haben.

Bei manchen Bewerbungsanschreiben kann der Personaler nur noch die Augen verschließen.
Bei manchen Bewerbungsanschreiben kann der Personaler nur noch die Augen verschließen.
Foto: MEV Verlag

Erst kürzlich schrieb ein Bewerber wörtlich: „Bitte lesen Sie dieses Anschreiben und lassen Sie mich wissen, wo ich am Besten in Ihr Unternehmen passe." Der hoffnungsvolle Aspirant wird wohl ins Leere laufen, fürchtet Messmer. Kein Personaler habe Lust oder Zeit, die Arbeit des Jobsuchenden zu erledigen und eine passende Position zu suchen.

Ein anderer Bewerber erklärte, er wolle in erster Linie im Bereich Business arbeiten oder bei der Kriminalpolizei. Er sei aber auch offen für andere Vorschläge oder Ideen. Messmer stellt klar: Eine Bewerbung ist kein gemeinsames Brainstorming.

Der Nächste schrieb: „Es ist mein Ziel, den Fuß in irgendein Unternehmen zu kriegen. Können Sie mir sagen, wofür ich mich eigne?" Der Robert Half-CEO hätte ihm gern mitgeteilt, wofür er sich nicht eignet.

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