Jobsuche

Wie Sie mit Absagen richtig umgehen

21. September 2015
Susanne Köppler ist freie Autorin in München.
Fachkräftemangel hin oder her – die Jobsuche kann auch für Informatiker zu einem sehr langwierigen und unangenehmen Prozess werden. Manch einem mag es so vorkommen, als ob er sich nur bewirbt, um Absagen zu erhalten.
Absagen bekommt niemand gerne. Mit der richtigen Strategie müssen Sie aber nicht den Kopf hängen lassen.
Absagen bekommt niemand gerne. Mit der richtigen Strategie müssen Sie aber nicht den Kopf hängen lassen.
Foto: Tyler Olson - shutterstock.com

Sie freuen sich die ganze Woche auf die Verabredung mit dem besten Freund oder der besten Freundin und erhalten kurzfristig eine Absage. Das ist ärgerlich. Bitterer jedoch sind Absagen dann, wenn sie mit dem Berufsleben zusammenhängen. Mehr als "Leider müssen wir Ihnen mitteilen…" müssen Arbeitssuchende nicht lesen, um zu verstehen, dass es mal wieder nicht geklappt hat. Für viele Menschen wird die Suche nach dem TraumjobTraumjob zur Quälerei, wenn eine Absage nach der anderen im Briefkasten landet. Die Gefahr, dass Selbstzweifel die Motivation übersteigen, ist hierbei groß. Absagen sind aber keine Seltenheit und vor allem kein Beinbruch. Alles zu Karriere auf CIO.de

Aus Absagen kann jeder von uns etwas lernen. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, das Beste aus der schlechten Nachricht herauszuholen:

1. Nehmen Sie es nicht persönlich!

Dies ist leichter gesagt als getan. Jedoch sollten Sie sich darüber Gedanken machen, dass viele Gründe ausschlaggebend für eine Absage sein können. Nicht nur Qualifikationen, Erfahrung und Persönlichkeitsprofil spielen bei der Auswahl der Unternehmen eine Rolle. Oft sind Kleinigkeiten entscheidend, auf die Sie kaum Einfluss haben, wie das Bauchgefühl des Personalers oder nicht zueinander passende Gehaltsvorstellungen.

2. Reden Sie darüber!

Enttäuschung als Reaktion auf eine Absage ist verständlich, und jeder kann sie nachvollziehen. Darüber zu reden hilft in den meisten Fällen, diese Enttäuschung zu verarbeiten. Teilen Sie Ihre Gedanken mit Freunden oder der Familie. Diese können Ihnen das Gefühl vermitteln, nicht alleine zu sein. Aber Vorsicht, nicht überall kommt es gut an, wenn Sie Ihrem Unmut Luft machen: Auf sozialen Netzwerken haben persönliche Probleme nichts verloren, denn Sie wissen nicht, wer die persönlichen Tweets oder Posts mitverfolgt.

3. Holen Sie sich Feedback!

In den meisten Fällen wird es einen Grund geben, warum ein Personaler Sie nicht ausgewählt hat oder einen anderen Kandidaten bevorzugt hat. Herauszufinden, weshalb Sie eine Absage erhalten haben, kann Ihnen helfen, den nächsten Bewerbungsversuch erfolgversprechender zu gestalten. Daher sollten Sie in jedem Fall noch einmal nachfragen. Kaum ein Personaler wird einem abgewiesenen Bewerber konstruktives Feedback verweigern.

4. Strategie überdenken

Waren Sie überhaupt für den Job geeignet? Suchen Sie über ausreichend Kanäle eine neue Arbeitsstelle? Waren Ihre Unterlagen vollständig und aussagekräftig? Viele Faktoren spielen bei der JobsucheJobsuche eine Rolle. Wo, wann und bei wem man sich bewirbt, sind hierbei wahrscheinlich die entscheidendsten Kriterien. Daher können Sie aus jeder Absage lernen, wenn Sie sich den Weg von der Bewerbung bis hin zur Absage noch einmal genau ansehen. Vergleichen Sie sich nochmal mit der Stellenausschreibung und überlegen Sie, ob Sie sich selbst eingestellt hätten. Alles zu Jobsuche auf CIO.de

5. Netzwerken Sie!

Auch wenn am Ende der Bewerbung eine Absage steht, sollten Sie die Kontakte, die Sie im Bewerbungsprozess geknüpft haben, weiter nutzen. Am besten bedanken Sie sich bei den Verantwortlichen des Unternehmens für die Möglichkeit, sich zu bewerben und sich vorzustellen. Dadurch signalisieren Sie Professionalität und bleiben positiv in Erinnerung. Gut ist auch, wenn Sie sich über Xing oder LinkedInLinkedIn vernetzen. Vielleicht ergeben sich daraus in Zukunft weitere Möglichkeiten. Alles zu LinkedIn auf CIO.de

6. Lassen Sie es sacken!

Wenn Sie schon längere Zeit nach einem Job suchen, kann es helfen, die gewonnenen Eindrücke sacken zu lassen. Nehmen Sie sich auch mal Zeit für sich und überdenken Ihre Ziele und Ihre Vorgehensweise. Bei der Jobsuche kann es schnell passieren, dass man das Gefühl hat, eine Chance zu verpassen, wenn man nicht rund um die Uhr online ist oder am Telefon sitzt. Ab und zu tut jedoch eine Auszeit gut. Bleiben Sie einen Tag offline, kommen Sie zur Ruhe und starten kurze Zeit später mit neuer Energie wieder durch.

7. Blicken Sie nach vorne!

Das Wichtigste beim Umgang mit Absagen ist sich bewusst zu machen, dass es weiter gehen muss. Sich auf einer Absage auszuruhen und in Selbstmitleid zu zerfließen bringt Sie nicht zum Traumjob. Je mehr Bewerbungen Sie schreiben, je mehr Sie Ihre Suche optimieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen neuen Job zu ergattern. Lassen Sie sich nicht unterkriegen und halten Sie Ausschau nach der nächsten Gelegenheit, einen Personaler von ihren Qualitäten zu überzeugen.