Arbeitsstress auch zuhause

Wie Smartphones den Schlaf rauben

11. Januar 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Jeder fünfte Angestellte liest kurz vorm Schlafengehen noch Geschäfts-Mails. Mit Folgen: Viele schlafen wegen Arbeitsstress schlecht, so der BKK-Bundesverband.
Abends erledigen viele vom Smartphone aus noch Berufliches.
Abends erledigen viele vom Smartphone aus noch Berufliches.
Foto: stefanolunardi - Fotolia.com

Die Arbeitswelt hat bei vielen längst auch einen festen Stellenwert im Privatleben. 84 Prozent der Berufstätigen sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet, Festnetzanschluss oder Handy erreichbar. Die Hälfte von ihnen sogar jederzeit, wie eine aktuelle Umfrage des BKK Bundesverbandes zeigt.

Die Ergebnisse offenbaren auch, dass fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) keiner regulären 5-Tage-Woche nachgeht. Sie arbeiten auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, im Schicht-, Nacht- oder Bereitschaftsdienst.

Jeder Zweite hat Schlafprobleme, 13 Prozent sogar fast jede Nacht. Häufigster Grund ist allgemeiner StressStress, knapp gefolgt von beruflichem Stress und beruflicher Überforderung, dem Nicht-Abschalten-Können von der Arbeit sowie privaten Sorgen und familiären Problemen. 14 Prozent der Befragten bringt die ständige Erreichbarkeit für berufliche Belange um den Schlaf. Alles zu Stress auf CIO.de

Betroffen von Schlafproblemen sind vor allem Vielarbeiter, die mehr als 50 Stunden in der Woche arbeiten, ergab die Umfrage. Jeder fünfte Befragte beschäftigt sich auch kurz vor dem Schlafengehen noch mit Beruflichem. Dann werden dienstliche E-Mails und SMS geprüft oder etwas für die Arbeit erledigt.