Cortana, Spartan, Hololens und Co.

Windows 10 - Das Upgrade gibt es ein Jahr kostenlos

22. Januar 2015
Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.
Nach dem Erscheinen von Windows 10 wird es das Upgrade für Nutzer von Windows 7, Windows 8 und Windows Phone für ein Jahr kostenlos geben. Mit Cortana hält der Sprachassistent auf dem Desktop Einzug. Microsoft Hololens lässt virtuelle Objekte und Realität für den Betrachter verschmelzen.

Mit Windows 10 will MicrosoftMicrosoft eine Betriebssystem-Plattform für alle Geräteklassen schaffen. Bei der Vorstellung der Technical Preview von Windows 10 im Herbst war das System auf professionelle Anwender und die Bedienung mit Maus und Tastatur fokussiert. Microsoft hat nun einige Funktionen konkretisiert, die insbesondere auch Anwendern mit TabletsTablets und SmartphonesSmartphones zugute kommen. Und ja, wie erwartet wird Windows 10 in Zukunft auch das Betriebssystem für die Smartphones. Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

Den Umstieg auf Windows 10 möchte Microsoft besonders vielen Anwendern schmackhaft machen. Nach dem Erscheinen von Windows 10 wird es das Upgrade für Nutzer von Windows 7, Windows 8 und Windows PhoneWindows Phone für ein Jahr kostenlos geben. Fundamental ändert sich auch der Support, für Geräte auf denen Windows 10 installiert ist, wird auf Lebenszeit des Gerätes Support in Form von Updates gewährt. Während der Vorstellung der Neuerungen fiel daher auch häufig die Bezeichnung von "Windows as a Service" um den Paradigmenwechsel zu verdeutlichen. Alles zu Windows Phone auf CIO.de

Ein Windows für alle Plattformen, diesem Ziel zollt Microsoft unter anderem mit der Funktionalität Contiuum Tribut. Hierbei passt sich die Oberfläche respektive Bedienung dem verwendeten Gerät beziehungsweise Modus an. Nutzt man ein 2-in-1-Gerät im Tablet-Modus arbeitet man mit der touch-optimierten Kacheloberfläche, wird die Tastatur angedockt schaltet Windows automatisch in eine traditionellere Bedienung um.

Auch die Windows-10-Oberfläche ändert sich mit der nächsten Version, so ist das Startmenü auf Wunsch wieder im Vollbild zu sehen. Zudem wird der Zugang auf viele Einstellungen deutlich vereinfacht beziehungsweise vereinheitlicht. An vielen Stellen bemerkt man eine geschickte Verquickung von Bedienelementen des populären Windows 7 mit sinnvollen Elementen der Touch-Bedienung von Windows 8.

Die nächste Vorabversion von Windows soll in einigen Tagen verfügbar sein. Eine Vorabversion von Windows 10 für Smartphones soll im Februar folgen, wie öffentlich diese sein wird, gab Microsoft nicht bekannt.

Windows 10 mit Sprachassistent Cortana

Der von Windows Phone bekannte Sprachassistent Cortana wird bei Windows 10 auch auf dem Desktop Einzug halten. Anwender können Cortana Fragen stellen, wie von anderen Sprachassistenten bekannt, etwa nach dem Wetter oder bezüglich Terminen. Auf Wunsch sucht Cortana aber auch nach Dateien auf lokalen Laufwerken oder OneDrive, oder nach bestimmten Photos. Mit Cortana lassen sich auch Mails per Spracheingabe verfassen und senden. Ebenso sollen sich Anwender etwa bestimmte Powerpoint-Dateien so per Sprachbefehl anzeigen lassen können.

Im Video: Windows 10 - Microsoft-Manager verrät neue Details

Cortana sammelt während der Nutzung die entsprechenden Informationen über den Anwender und lernt so dazu. Die Informationen werden in einer Art Protokoll beziehungsweise Notizbuch abgelegt. Dieses lässt sich vom Anwender editieren, so kann man Informationen entfernen oder aber auch hinzufügen.

Spartan - ein neuer Browser in Windows 10

Zukünftig, wenngleich noch nicht in der nächsten Vorabversion, bringt Windows 10 einen neuen Browser namens Spartan mit. Bei dessen Entwicklung habe man sich darauf konzentriert, dass Anwender in der Regel Inhalte konsumieren beziehungsweise lesen. So kann man mit Spartan ganz einfach Webinhalte markieren und offline verfügbar machen, um sie auf dem Tablet beispielswiese zu einem späteren Zeitpunkt zu lesen. An Webseiten lassen sich ganz einfach Notizen und Bemerkungen einfügen, per Stift, Maus oder Fingereingabe. Diese Notizen kann man mit anderen Nutzern teilen. Zudem hat Spartan eine integrierte Unterstützung für PDF-Dateien an Bord.

Und auch das oben erwähnte Cortana spielt bei der Nutzung von Spartan eine Rolle. Macht sich ein Anwender mittels Spartan auf die Suche im Web ergänzt Cortana die Suche um sinnvolle Vorschläge, die mit dem Wissen um den Anwender korrelieren.

Universal Apps - Office auf dem Smartphone

Die so genannten Universal Apps sind zentraler Bestandteil der Plattform-Strategie. So wurde ein Office für Smartphones gezeigt, das Bestandteil in der nächsten Version von Windows 10 für Smartphones sein soll. Die Bedienung ist an die der Desktop-Versionen angelegt. Zudem wird eine neuer Outlook-E-Mail-Client Bestandteil von Windows 10.

Microsoft Surface Hub - ein 84-Zoll-Display für Besprechungen

Beim Microsoft Surface Hub handelt es sich um ein 84-Zoll-Display, das mit Kameras, Sensoren und Mikrofonen ausgerüstet ist. Der Surface Hub soll insbesondere bei Besprechungen in Unternehmen zum Einsatz kommen. Auf dem System läuft Windows 10 und entsprechende Applikationen. Der Microsoft Surface Hub unterstützt Multitouch und arbeitet mit 4K-Auflösung. Für Besprechungen mit Mitarbeitern an anderen Standorten kann eine angepasste Version von Skype for Business genutzt werden.

Microsoft Hololens - Windows Holographic

Bei der Vorstellung von Microsoft Hololens dürften nicht nur in Nerd-Wohngemeinschaften die Herzen höher geschlagen haben. Hierbei handelt es sich um eine Brille, mit der sich virtuelle Objekte in die reale "Sicht" einblenden lassen. Der Anwender kann mit den virtuellen Objekten interagieren. Microsoft Hololens benötigt keinen externen Rechner, der respektive die Prozessoren sitzen in der Brille. Zukünftig soll sich beispielsweise der Gesprächspartner bei einem Videogespräch holografisch im Raum einblenden lassen. Microsoft Hololens soll zeitgleich mit Windows 10 auf den Markt kommen.

Windows 10 für Spieler

In Zukunft sollen Microsofts Konsole Xbox One und Windows 10 enger verzahnt werden. So sollen sich künftig Xbox-Spiele via Streaming auf Windows-10-Geräte übertragen lassen.

Für ein besseres Spielerlebnis soll DirectX 12 in Windows 10 sorgen. Damit sollen grafisch aufwendigere Spiele möglich sein, ohne dass die Hardware des Systems stärker als bisher belastet wird. (mje)

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