Schritt-für-Schritt-Anleitung

Windows 10: Datensicherung und Wiederherstellung

18. März 2015
Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Bei Windows 10 baut Microsoft die Wiederherstellungsmöglichkeiten der Vorgängerversionen Windows 7 und Windows 8.1 weiter aus. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Neuerungen und Möglichkeiten der Datensicherung.

Wie bei Windows 8Windows 8.1 können Sie in den erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows 10, die Sie über die Computerreparaturoptionen starten, die beiden Optionen PC auffrischen (PC Refresh) und Originaleinstellungen wiederherstellen (PC Reset) wählen. Alles zu Windows 8 auf CIO.de

Beim Auffrischen ersetzt Windows 10 die Systemdateien und versucht, diese zu reparieren, wenn der PC nicht mehr startet. Diese Option können Sie also mit jedem Windows-10-Installationsmedium durchführen. Der Vorteil dabei ist, dass Ihre eigenen Dateien nicht verloren gehen, installierte Anwendungen zu großen Teilen aber schon.

Die Option Originaleinstellungen wiederherstellen (PC Reset) setzt den PC komplett zurück, löscht also auch alle Ihre Dateien. Die Option entspricht im Grunde genommen einer Neuinstallation des Betriebssystems.

Die Optionen sind auch direkt in der Windows-Oberfläche über den Bereich Einstellungen (Settings) und der Auswahl von Update & Wiederherstellen erreichbar.

Sicherungen mit Windows 10

Bevor Sie Daten mit Windows 10 wiederherstellen können, müssen Sie natürlich erst Sicherungen durchführen. PC Reset/Refresh sind ohne solche Sicherungen möglich, da hier die Systemdateien der Installations-DVD von Windows 10 verwendet werden. Allerdings sind richtig effektive Wiederherstellungen Ihrer Daten und des Systems erst dann möglich, wenn Sie diese Daten entsprechend gesichert haben.

Ihre Systemdateien sichern Sie in Windows 10 weiterhin am besten mit dem Dateiversionsverlauf in der Systemsteuerung. Der Vorteil dabei ist, dass nicht nur ganze Dateien gesichert werden, sondern auch Versionen zu bestimmten Uhrzeiten. Die Sicherung kann problemlos auch auf Freigaben und NAS-Systeme erfolgen. Durch die Möglichkeit, diese Sicherung über Gruppenrichtlinien zu steuern oder an Windows Server 2012 R2 Essentials und Windows Server vNext Essentials anzubinden, eignet diese Art der Sicherung durchaus auch für kleine Abteilungen oder Niederlassungen von Firmen.

Systemimage mit Windows 10

Zur Komplettsicherung nutzen Sie die Systemabbildsicherung. Mit dieser können Sie den kompletten PC sichern. Die interne Datensicherung nutzen Sie, um Ihre Daten zu schützen. Die beiden Sicherungen lassen sich automatisieren. Vorteil der Systemabbildsicherungen ist die Möglichkeit, auch die installierten Anwendungen zu sichern. Außerdem wird der Boot-Manager und -Sektor mit gesichert. Die Wiederherstellung erfolgt über die Windows-10-Installationsdateien oder einem Wiederherstellungsdatenträger. Einen solchen Datenträger erstellen Sie in Windows über das Tool recoverydrive.exe.