Tipps beim Crash

Windows 7: Abgestürzte Programme retten

05. Dezember 2011
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Nicht mehr reagierende Anwendungen lassen sich manchmal mit dem Ressourcen-Monitor reaktivieren. Ein Datenverlust kann so verhindert werden, sollten Dateien geöffnet sein.

Obwohl Windows 7 generell sehr stabil läuft, kommt es auch bei Microsofts aktuellem Betriebssystem hin und wieder vor, dass eine Anwendung abstürzt oder einfriert. In solchen Fällen greifen die meisten Benutzer zu Strg + Alt + Entf und beenden im Taskmanager die betroffene Anwendung. Sollten allerdings Änderungen in geöffneten Projekten vorliegen, gehen diese beim Beenden des Programms verloren. Selbst bei regelmäßiger automatischer Speicherung bedeutet dies oft unnötige Mehrarbeit, da bereits ausgeführte Änderungen erneut durchgeführt werden müssen. Unser Tipp zeigt Ihnen wie Sie geschickter mit abgestürzten Programmen umgehen.

Öffnen Sie zuerst mit der Tastenkombination Strg + Shift + Esc den Task-Manager. Alternativ drücken Sie die Windows-Taste und geben in der Windows-Startzeile taskmgr.exe ein und bestätigen Sie mit Enter. Rufen Sie dann im Register Leistung den Ressourcenmonitor auf: Der abgestürzte Prozess ist auf der Registerkarte Übersicht im Bereich CPU rot hervorgehoben. Wählen Sie nun über das Kontextmenü den Befehl Warteschlange analysieren.

Letzte Hilfe: Mit dem Befehl "Warteschlange analysieren" im Windows-Ressourcen-Monitor gelingt es manchmal, ein abgestürztes Programm wieder zu aktivieren.
Letzte Hilfe: Mit dem Befehl "Warteschlange analysieren" im Windows-Ressourcen-Monitor gelingt es manchmal, ein abgestürztes Programm wieder zu aktivieren.

Im folgenden Fenster können Sie alle abhängigen Prozesse und Bibliotheken sehen. Hier stellen Sie fest, warum das Programm nicht mehr reagiert, von welchen Prozessen es abhängt und auf welche Ressourcen oder Unterprozesse es wartet. Mitunter hilft es, den abhängigen Unterprozess zu beenden, um mit dem Programm weiterarbeiten zu können.

Der Vorteil gegenüber einer erzwungenen Beendigung des Programms liegt auf der Hand: Die zu bearbeitenden Daten bleiben erhalten und das lästige Nachtragen der bereits getroffenen Änderungen entfällt. Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass unser Trick nicht in allen Fällen helfen kann. Sind wichtige Programmroutinen blockiert hilft im Zweifelsfall doch nur das Schließen der Anwendung. Dennoch sollten Sie im jeden Fall testen ob unser Tipp das Problem behebt. (TecChannel)

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