Gespart wird bei den Personalkosten

Worauf sich Mitarbeiter 2009 einstellen müssen

27. Januar 2009
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Die Finanzkrise ist in den Personalabteilungen angekommen. Unternehmen prüfen kritisch ihre Personalkosten. Wie Unternehmen der Finanzkrise entgehen wollen.

Mehr als die Hälfte der Personalentscheider müssen dieses Jahr mit einem gestiegenen Kostendruck leben. Als Folge messen sie den Personalkosten eine höhere Bedeutung zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Online-Umfrage "Welche Themen bewegen ihre Personalarbeit 2009" der Leipziger s+p Software und Consulting AG, Hersteller von HR-Software.

Demnach rücken für 55 Prozent der Umfrageteilnehmer die Themen Personalkostenplanung und -Controlling mehr in den Vordergrund ihrer Arbeit. Außerdem stehen bei über einem Drittel Umstrukturierung und Personalfreisetzung verstärkt im Fokus. Auf der anderen Seite verliert bei 27 Prozent der Befragten der Punkt Personalbeschaffung an Bedeutung.

Aber nicht nur den Faktor Kosten stufen deutsche Personalchefs als immer wichtiger ein. 2009 wird es auch verstärkt um Flexibilität gehen. So gaben zwei Fünftel an, dass variable Vergütungssysteme zunehmend eine Rolle spielen werden. In Knapp der Hälfte der Firmen wird außerdem über flexible Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitkonten diskutiert.

Wie die Umfrage zeigt, versucht ein Großteil der Unternehmen, der Krise mit einer strikten Personalplanung und flexiblen Arbeitsmodellen zu trotzen. Das Trendthema Personalbeschaffung des vergangenen Jahres verliert dagegen an Bedeutung. Jetzt geht es vor allem darum, Kosten zu reduzieren, auch bei der Belegschaft.