Zahlungsabwickler

Worldpay will bei Börsengang 890 Millionen Pfund erlösen

18. September 2015
Der Zahlungsabwickler Worldpay macht Schluss mit den Spekulationen: Das Unternehmen will in London an die Börse gehen, wie es am Freitag mitteilte.

Mit netto 890 Millionen Pfund (umgerechnet 1,22 Milliarden Euro) Emissionserlös will der Anbieter von Bezahldiensten seine Schulden senken. Der Streubesitz soll nach dem Börsengang mindestens ein Viertel der Anteile betragen. Die bisher tonangebenden Finanzinvestoren Advent und Bain Capital bleiben im Unternehmen investiert. Zuvor war auch spekuliert worden, ob Worldpay an Finanzinvestoren oder an Konkurrenten wie den deutschen TecDax-Konzern Wirecard geht.

Foto: Worldpay

Im vergangenen Jahr machte Worldpay den Angaben zufolge 863 Millionen Pfund Nettoumsatz und erzielte vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einen Gewinn (Ebitda) von 375 Millionen Pfund. Vom Nettogewinn will das Unternehmen jährlich künftig 20 bis 30 Prozent als Dividende ausschütten. Worldpay bietet Bezahldienste vorwiegend für den Onlinehandel an und ist 2010 aus der Royal Bank of Scotland RBS hervorgegangen. 2014 wickelte das Unternehmen Zahlungen in Höhe von 370 Milliarden Pfund für weltweit rund 400.000 Kunden ab. (dpa/tc)

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