Analyse von Beiträgen

Worüber Hacker in Foren diskutieren

25. November 2011
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
2010 stieg die Zahl der Beiträge sprunghaft an, stellt Security-Anbieter Imperva. Vor allem geht es um den Einstieg ins Hackerleben und den Handel mit geklauten Daten.
Die Sorge vor Anschlägen auf mobile Endgeräte ist begründet. Wie diese Übersicht zeigt, diskutieren Hacker tatsächlich immer mehr darüber, wie sie Smartphones und Tablets knacken können.
Die Sorge vor Anschlägen auf mobile Endgeräte ist begründet. Wie diese Übersicht zeigt, diskutieren Hacker tatsächlich immer mehr darüber, wie sie Smartphones und Tablets knacken können.
Foto: Imperva

Von der Hackerfront haben die Anwender derzeit wohl am meisten Denial of Service-Attacken (DoS) und Distributed Denial of Service (DDoS) zu fürchten. Aber auch SQL-Einschleusungen sind vergleichsweise häufig geplant. Unter den mobilen Anwendern sind insbesondere iPhone-Nutzer gefährdet. Das geht aus einer aktuellen Studie des Security-Anbieters Imperva hervor.

Der besondere Charme dieses Reports besteht darin, dass keine Angriffs- und Schadenszahlen ausgewertet wurden, sondern stattdessen in einem großen Hackerforum mitgelesen wurde. In Erfahrung wurde so bereits im Vorfeld gebracht, mit welchen Themen sich Hacker und Möchtegern-Kriminelle derzeit inhaltlich vor allem befassen.

220.000 Mitglieder seien in dem besuchten Hackerforum registriert, berichtet Imperva; davon sei allerdings ein großer Teil nicht aktiv. Benutzt werde das Forum zu Erfahrungsaustausch, Training und Rekrutierung. Kommerziell diene die Plattform laut Imperva als Marktplatz für gestohlene Daten und Schadsoftware. Auch methodische Tutorien würden angeboten, in denen Neulinge das Hacken quasi von der Pieke auf erlernen können.

Mit Hacker-Wissen Cyberkriminalität bekämpfen

„Das Inspizieren von Hacker-Foren liefert wichtige Hinweise zu Psychologie und technischen Strategien von Cyberkriminellen“, sagt Amichai Shulman, CTO bei Imperva. „Wir glauben, dass das Studieren und Quantifizieren der Vorgänge in diesen Online-Communities zur Entwicklung von Strategien führen kann, mit denen sich Cyberkriminalität bekämpfen lässt.“

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