Führungsqualitäten

Wovor CIOs Angst haben

15. Juli 2010
Von Stephanie Overby und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Viele IT-Chefs sind nicht in der Lage, Fehler einzugestehen. Ein Führungskräfte-Berater rät zu mehr Mut.

Wenn man wichtige Führungsqualitäten aufzählt, taucht Verletzlichkeit höchstwahrscheinlich nicht auf. Führungskräfte-Berater Patrick Lencioni bezeichnet das unserer Schwesterpublikation CIO.com gegenüber als eines der größten Probleme der heutigen Geschäftswelt.

Lencioni, der unter anderem das Buch "Getting Naked: A Business Fable About Shedding the Three Fears that Sabotage Client Loyalty" geschrieben hat, sagt: "Uns wird beigebracht, anderen nicht zu zeigen, dass wir ins Schwitzen geraten." Er rate zum Selbstbewusstsein, einen Fehler zuzugeben.

Es gibt drei Ängste, wegen denen wir uns vor Problemen drücken, sagt Lencioni. Die Angst, den Job zu verlieren, die Angst bloßgestellt zu werden und die Angst davor, sich minderwertig zu fühlen. Der Berater hat mit vielen CIOs zusammengearbeitet und die Erfahrung gemacht, dass sich ITler vor allem mit der dritten Angst plagen. "Ich kenne viele CEOs die mit kompetenten, sogar brillanten, CIOs zusammenarbeiten. Aber diese CIOs sind nicht in der Lage, Fehler zuzugeben."

Verletzlichkeit ist nicht mit Schwäche zu verwechseln, warnt Lencioni. Die Wichtigkeit, Fehler einzugestehen, versucht er CIOs an einem ihnen nahen Beispiel zu veranschaulichen: Sie würden schließlich auch von ihren Anbietern verlangen, dass diese Fehler zugeben.

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