Hamburger IT-Strategietage 2017

Würth-Gruppe setzt auf Multikanal-Strategie

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Big Data / Analytics und Digitale Transformation.
Die IT spielt bei der digitalen Transformation der Würth-Gruppe eine zentrale Rolle. Um auf das veränderte Wettbewerbsumfeld zu reagieren, setzt das Handelsunternehmen auf eine Multikanalstrategie mit einem E-Business-Kern.
Referent Bernd Herrmann auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Referent Bernd Herrmann auf den Hamburger IT-Strategietagen.
Foto: Foto Vogt

Was bedeutet die digitale Transformation für die IT? - Mit dieser Frage beschäftigte sich Bernd Herrmann, Mitglied der Konzernführung bei der Würth GruppeWürth Gruppe, zum Auftakt der 15. Hamburger IT-Strategietage. Eigentlich ist Würth ein klassischesHandelsunternehmenHandelsunternehmen mit einem relativ einfachen Geschäftsmodell. Der wichtigste Kanal ist der Direktvertrieb, den das Unternehmen mit rund 32.000 Verkäufern im Außendienst abwickelt. Top-500-Firmenprofil für Adolf Würth GmbH & Co. KG Top-Firmen der Branche Handel

Bislang agiert die Würth-Gruppe damit auch überaus erfolgreich: Mit etwa 72.000 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von 11,8 Milliarden Euro und ein Ebit von rund 600 Millionen Euro. Das entspricht einer Rendite von 5,1 Prozent. Doch Herrmann will mehr. Das Ziel sei eine Rendite von sieben bis acht Prozent. Dazu muss Würth weg vom reinen DirektvertriebDirektvertrieb und hin zu einem Multikanal-Modell. Eine entscheidende Rolle dabei soll das E-Business spielen. Dessen Anteil liegt derzeit bei 14 Prozent, das Ziel sind 25 Prozent. Alles zu Retail IT auf CIO.de

"Multichannel ist das, was wir in Zukunft brauchen", so Herrmann. Das Thema Speed spiele dabei eine wichtige Rolle: "Das Wettbewerbsumfeld wird vielschichtiger und schneller." Neue Wettbewerber wie Amazon oder auch Hornbach bedrohten das klassische Geschäftsmodell des "Schraubenhändlers" Würth. Hinzu komme der Effekt, dass die DigitalisierungDigitalisierung für die Handwerker, sprich die typischen Würth-Kunden, mehr Transparenz bringe. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Bernd Herrmann: "Die Umsetzung der IT-Projekte ist bei Würth immer im Topmanagement verankert."
Bernd Herrmann: "Die Umsetzung der IT-Projekte ist bei Würth immer im Topmanagement verankert."
Foto: Foto Vogt

Damit, so der Manager, stehe die IT vor neuen Herausforderungen. Die IT-StrategieIT-Strategie sieht er als Basis für eine erfolgreiche Geschäftsmodellentwicklung. Die Devise bei Würth laute dabei nicht: zentral statt dezentral, sondern Harmonisierung und StandardisierungStandardisierung der IT-Systeme. Was das konkret bedeutet, erläuterte an einem Beispiel: In den mehr als 400 Gesellschaften in 80 Ländern arbeiteten heute rund 100 verschiedene ERP-Systeme. Nun gehe es darum, diese dezentralen IT-Assets zu harmonisieren. Alles zu Standardisierung auf CIO.de Alles zu Strategien auf CIO.de

Ein anderes Beispiel sei der Aufbau von E-Business-Ökosystemen, die Würth lange Zeit selbst entwickelte. Herrmann: "Heute setzen wir dazu auf Standardprodukte von Marktführern wie beispielsweise SAP." Erfolgsentscheidend bei all den Bemühungen sei am Ende die Rückendeckung der Unternehmensführung. Herrmann: "Die Umsetzung der IT-Projekte ist bei Würth immer im Topmanagement verankert."