Besitzer-Wechsel

Yahoo verschenkt alte E-Mail-Accounts

Redakteur bei PC-Welt
Aus "peter123" wird vielleicht bald wieder "peter". Denn Yahoo gibt inaktive Account-Namen zur Nutzung frei. Doch die Account-Wechsel bergen eine Gefahr für alle ehemaligen Yahoo-Nutzer.

Wer sich seit einem Jahr oder länger nicht mehr mit seinem Account bei Yahoo eingeloggt hat, läuft nun Gefahr, den Account-Namen an einen anderen Interessenten zu verlieren. Unter whishlist.yahoo.com kann ab sofort jeder seinen Wunschnamen, der aktuell noch vergeben ist, eintippen. Bis zu fünf Namen dürfen insgesamt von jedem Nutzer eingegeben werden. Dafür hat man bis zum 7. August Zeit. Mitte August erhält man dann von Yahoo eine E-Mail mit den gewünschten Namen, welche man für sich beanspruchen darf. Dazu gibt einem Yahoo 48 Stunden Zeit, dann verfällt der Anspruch wieder.

Ein mögliches Problem beim Wechsel von Usernamen: Der neue Nutzer könnte sich theoretisch als der alte Nutzer ausgeben und in seinem Namen Unheil stiften. Das setzt zwar voraus, dass der neue über Kontaktdaten des alten verfügt, aber unmöglich ist das nicht. Ein weiteres Problem: Wenn die alte Mail-Adresse bei Online-Diensten - etwa FacebookFacebook - hinterlegt ist, könnte der neue Nutzer ein neues Passwort per Mail anfordern und sich so Zugang verschaffen. Alles zu Facebook auf CIO.de

Yahoo hat sich darum mit Mark Zuckerberg abgesprochen und Facebook fügt nun bei jeder Passwort-Anfrage eines Users mit Yahoo-Mailadresse einen Header in der Mail ein, der Yahoo ein Signal gibt. Bevor Yahoo nun die E-Mail an den Nutzer liefert, kann das Unternehmen das Alter des E-Mail-Accounts überprüfen. Handelt es sich um einen gewechselten Account, geht die E-Mail an Facebook zurück und das soziale Netzwerk will den Nutzer anderweitig kontaktieren. Andere Online-Dienste, heißt es knapp bei Yahoo, haben ihre eigenen Regeln zur Überprüfung der E-Mail-Adresse.

Wir empfehlen daher dringend: Wer früher einmal bei Yahoo einen Mail-Account hatte und diesen schon länger nicht mehr nutzt, sollte unbedingt zumindest die wichtigsten Dienste durchgehen. Überall, wo noch die alte E-Mail-Adresse eingetragen ist, sollten Sie diese ändern. (PC-Welt)

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