Durststrecke überwunden

Zahl der Informatik-Studienanfänger steigt wieder

10. Januar 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Nach Jahren des Rückgangs und der Stagnation steigt die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik im Wintersemester 2007/2008 wieder. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2005 liegt die Zahl der Erstsemester wieder bei mehr als 30.000. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt in einer vorläufigen Hochschulstatistik. Die Gesellschaft für Informatik (GI) begrüßt diese Entwicklung, fordert von der Politik jedoch weitere Maßnahmen zur Förderung des akademischen IT-Nachwuchses.
Die Zahl der Studienanfänger im Bereich der Informatik steigt zum ersten Mal seit 2005 wieder auf über 30.000.
Die Zahl der Studienanfänger im Bereich der Informatik steigt zum ersten Mal seit 2005 wieder auf über 30.000.

Nachdem die Zahl der Studienanfänger in der Informatik seit dem Jahr 2000 kontinuierlich zurückgegangen war, ist die Zahl der Einschreibungen für ein Informatik-Studium im Wintersemester 2007/2008 wieder gestiegen. Nach aktuellen Erhebungen haben 30.325 junge Leute ein entsprechendes Studium aufgenommen. Die Zahl der weiblichen Studienanfänger im Bereich Informatik liegt bei knapp 5.225, nach rund 4.930 im Vorjahr.

Nach dem Kulminations-Punkt im Jahr 2000 mit mehr als 38.000 Studienanfängern beziehungsweise Studienanfängerinnen, nahm deren Zahl in den vergangenen Jahren kontinuierlich ab. Sie rutschte erstmals im Jahr 2005 unter die magische Grenze von 30.000 und erreichte im Jahr 2006 ihren Tiefpunkt mit nur noch 29.145 Studienanfängern.

Trendwende begrüßt

Die Gesellschaft für Informatik (GI) begrüßt diese Entwicklung. Laut GI-Präsident Matthias Jarke haben gut ausgebildete Informatikerinnen und Informatiker derzeit auch gute Chancen auf eine Anstellung. Doch laut GI-Präsident ist das noch nicht alles. Ein ausreichender IT-Nachwuchs sei vor allem in den Schlüsselbranchen wie der Automobil-Industrie und der Medizin-Technik wichtig, um dort weiter wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die GI macht trotz der steigenden Zahl an Informatik-Studenten weiterhin einen "strukturellen FachkräftemangelFachkräftemangel" in der Informatik aus. Um dem zu begegnen fordert die Gesellschaft, bereits ab der Sekundar-Stufe eins mit dem Informatik-Unterricht zu beginnen, um Kindern und Jugendlichen die fachlichen Grundlagen in dieser Disziplin zu vermitteln. Davon erhofft man sich einen positiven Einfluss auf die Wahl des späteren Studienfachs. Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

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