Umsatzsprung

Zalando rutscht überraschend in die roten Zahlen

15. Oktober 2015
Der Online-Modehändler Zalando ist im dritten Quartal weiter rasant gewachsen, aber auch überraschend in die roten Zahlen gerutscht.

Der Konzern erhöhte zudem sein Ziel für das Umsatzplus im laufenden Jahr, rechnet dabei aber jetzt mit einer geringeren Profitabilität als zuletzt. Die Erlöse legten zwischen Juli und Ende September im Jahresvergleich um 41 bis 43 Prozent auf bis zu 717 Millionen Euro zu, wie das im MDax notierte Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag in Berlin mitteilte (PDF-Link). Damit übertraf Zalando die Erwartungen der Experten deutlich.

Zalando-Zentrale in der Berliner Tamara-Danz-Straße
Zalando-Zentrale in der Berliner Tamara-Danz-Straße
Foto: Zalando

Nach vorläufigen Zahlen gab es jedoch einen bereinigten Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 18 bis 32 Millionen Euro. Zuletzt hatte Zalando trotz hoher Investitionen und Problemen mit der Zahlungsmoral einiger Kunden profitabel gearbeitet. Der operative Verlust kommt für die meisten Analysten überraschend. Sie hatten mit einem Gewinn gerechnet.

Zalando Vorstand: Rubin Ritter, David Schneider, Robert Gentz (v.l.)
Zalando Vorstand: Rubin Ritter, David Schneider, Robert Gentz (v.l.)
Foto: Zalando

ZalandoZalando-Vorstand Rubin Ritter begründete den Verlust unter anderem mit "gezielten Wachstumsinvestitionen". Die Berliner Firma sei bereit, "kurzfristige Einbußen bei der Profitabilität in Kauf zu nehmen, um Wachstum zu beschleunigen und Marktanteile zu gewinnen", sagte er. An der Börse kam was man Amazon.com seit Jahren zubilligt leider nicht so gut an, die Zalando-Aktie verlor im morgendlichen Handel gleich mal gut sieben Prozent. (dpa/tc) Top-500-Firmenprofil für Zalando GmbH

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