Individuelle Prozesse, wenig Transparenz

Zehn Fehler beim Anforderungs-Management

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die Anforderungen von Fachabteilungen an die Funktionalität von Software setzen die IT-Abteilungen meist nur unzureichend um. Sie verwenden individuelle Modelle beim Auftrags-Management statt der bewährten ITIL-Standards, wodurch viele Informationen verloren gehen.

Wenn Fachabteilungen ihre Anforderungen an die IT-Abteilung übermitteln, sollte damit eigentlich ein reibungsloser Prozess in Gang gesetzt werden. Aber das ist häufig nur eine Illusion.

Mangelhafte Kommunikation

Nach einer nicht repräsentativen Erhebung der Unternehmensberatung Exagon funktioniert das Anforderungs-Management vergleichsweise selten in der gewünschten Weise. Nur 18 Prozent der Unternehmen sind damit zufrieden.

Das Beratungsunternehmen hat insgesamt zehn typische Schwächen beim Anforderungs-Management identifiziert. Erstens wissen viele Unternehmen zu wenig darüber, welche Geschäfts- und Governance-Anforderungen sie bei der Umsetzung von Aufträgen aus den Fachabteilungen umsetzen müssen.

Individuelle Modelle statt ITIL-Standard

Zweitens verwechselten sie häufig das Service-Level-Management (SLM) mit einem – in dieser Form nicht vorhandenen – Service-Level-Agreement (SLA). Drittens ist das mangelnde Verständnis dafür verantwortlich, dass viele Unternehmen individuelle Modelle für das Auftrags-Management konzipiert hätten, anstatt diese aus dem ITIL-Regelwerk (IT Infrastructure Library) abzuleiten.

Zur Startseite