Mitarbeiter geben vertrauliche Daten weiter

Zeit verplempern mit Social Networking

19. Dezember 2008
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Die Deutschen sind in Europa führend beim Social Networking während der Arbeit. Fast drei Viertel nutzen firmeneigene Plattformen oder Online-Netzwerke wie Facebook am Arbeitsplatz. Auch Headhunter werben darüber Mitarbeiter ab.
Deutschland führt bei der Nutzung von Social Networking vor den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Schlusslicht ist Großbritannien.
Deutschland führt bei der Nutzung von Social Networking vor den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Schlusslicht ist Großbritannien.

72 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben soziale NetzwerkeNetzwerke als Teil ihrer Arbeitskultur angenommen. Großbritannien hinkt mit 59 Prozent der Entwicklung etwas hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Corporate Social Networking in Europe", die der britische Marktforscher Dynamic Markets für AT&T erstellte. Alles zu Netzwerke auf CIO.de

So sehen die Arbeitnehmer in Europa die Vorteile bei sozialen Netzwerken.
So sehen die Arbeitnehmer in Europa die Vorteile bei sozialen Netzwerken.

Von den deutschen Nutzern sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz sehen 56 Prozent vor allem einen Vorteil darin, dass sie Zugang zu Problemlösungen erhalten. Bei 52 Prozent steht im Vordergrund, dass sie so ihr Fachwissen erweitern können.

Die folgenden fünf Tools für Social Networking werden hierzulande am häufigsten genutzt:

  • Firmeneigene Plattformen zur Zusammenarbeit im Intranet (42 Prozent)

  • Interne Foren innerhalb des Unternehmens (27 Prozent)

  • Online-Netzwerke wie LinkedIn oder Facebook (26 Prozent)

  • Von der Firma produziertes Videomaterial, das über Intranet zugänglich ist (15 Prozent)

  • Externe Kollaborations-Tools im Web wie Wikis (37 Prozent)

Allerdings birgt die neue Arbeitsweise auch potenzielle Gefahren, wie sich die Befragten durchaus bewusst sind. So assoziieren 79 Prozent der europäischen Arbeitnehmer mit sozialen Netzwerken negative Aspekte. 49 Prozent befürchten, dass Social Networking sie von der Arbeit abhält. In Deutschland meinen 37 Prozent der Mitarbeiter, dass sie vom Job abgelenkt werden.

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