Studie: 240 Mannwochen pro Jahr

Zeitfresser IT-Planung

22. Dezember 2009
Von  und Chris Curran
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Um die Effizienz der IT zu erhöhen, sollten CIOs mehr Aufwand in die Planung stecken und dafür weniger Zeit in die Arbeitsplanung.

Der bevorstehende Jahreswechsel bietet eine gute Gelegenheit, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie ProjekteProjekte am besten geplant und Prozesse optimiert werden können. Tatsächlich eignet sich aber auch jedes andere Datum, meint Chris Curran, CTO bei Diamond Management & Technology Consultant und Autor unserer Schwesterpublikation CIO.com. Denn IT-Planung hört ja niemals richtig auf und verschlingt insgesamt mehr Zeit, als man gemeinhin denkt. Alles zu Projekte auf CIO.de

In den meisten Unternehmen übernehmen verschiedene IT-Fachkräfte diese Planung; sie nennen sich Business Consultants oder Portfolio Manager. Sie kümmern sich um die Anforderung des nächsten Jahres als Teil einer Buttom-Up-Strategie. Ein CIO muss mehr können: Er muss in einem mehrjährigen Fahrplan die zehn wichtigsten Projekte benennen können. Und er muss deutlich machen, dass diese Projekte einen guten Teil des Budgets auffressen, aber zu einer deutlichen Verschlankung der Prozesse führen werden.

Diamonds Studie Digital IQ, in der wir 451 Führungskräfte und IT-Verantwortliche großer Untenehmen befragt haben, hat ergeben, dass die IT-Planung und -Budgetierung pro Jahr im Schnitt 240 Mannwochen verschlingen: Das sind fast fünf Jahre! Überlegen Sie sich, was man erreichen könnte, wenn 80 Prozent dieser Zeit für echte strategische Planung zur Verfügung stünde.

Schätzungsweise 25 Prozent dieser Zeit geht nämlich der Studie zufolge für das Sammeln von Projektideen drauf, weitere 25 Prozent für das Erstellen von Business Cases. Gerade einmal 15 Prozent ihrer Zeit verwenden IT-Manager dafür, Projekte in die strategischen Unternehmensziele einzubetten.