Gestörte Work-Life-Balance

Zu starker Druck und Stress im Job

28. Juni 2011
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Junge Mitarbeiter fühlen sich ihrem Arbeitgeber häufig nicht verbunden. Ein knappes Drittel glaubt, dass sich der Arbeitsdruck und Stress auf ihre Gesundheit auswirken.

Eine weltweit durchgeführte Studie des Meinungsforschungsunternehmens GfK zeigt, dass gerade viele junge Mitarbeiter Druck im Job besonders stark wahrnehmen. Ein höherer Anteil der jüngeren Angestellten gab in der Befragung an, dass sie oft oder fast immer mit Work-Life-Balance, längerer Arbeitszeit und persönlicher GesundheitGesundheit unzufrieden sind. Top-Firmen der Branche Gesundheit

Die jüngeren Mitarbeiter fühlen sich darüber hinaus weniger mit dem Arbeitgeber verbunden als die älteren Kollegen. Nur 21 Prozent der 18- bis 29-Jährigen zeigen sich sehr verbunden mit ihrem Arbeitgeber, bei den 30- bis 59-Jährigen liegt dieser Anteil zwischen 20 und 23 Prozent. Höher liegt der Anteil bei den über 60-Jährigen. In dieser Altersgruppe fühlen sich 31 Prozent sehr verbunden mit ihrem Arbeitgeber.

Während sich im Länderdurchschnitt 21 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sehr verbunden mit ihrem Arbeitgeber fühlen, sind es in Deutschland nur 13 Prozent. Am niedrigsten liegt der Anteil in Ungarn und Tschechien (sechs Prozent), am höchsten in Mazedonien (36 Prozent), Frankreich und der Türkei (jeweils 32 Prozent).

Wenn sich die Jungen kaum mit dem Arbeitgeber verbunden fühlen, kann das für Unternehmen schwierig werden, lautet die Einschätzung der GfK. Eröffnen sich nämlich neue Jobmöglichkeiten für Arbeitnehmer, werden Arbeitgeber Schwierigkeiten haben, junge Talente bei sich zu halten.

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