Vier von zehn Firmen arbeiten mit mindestens fünf Lösungen

Zu viel Sicherheits-Software: CIOs blicken nicht mehr durch

17. Oktober 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Europas CIOs wachsen die eigenen Sicherheitsbemühungen über den Kopf. Vier von fünf geben an, den Überblick über Software und Anbieter verloren zu haben. In Deutschland arbeiten 38 Prozent mit mindestens fünf verschiedenen Lösungen. Das geht aus einer Studie hervor, die Ipsos im Auftrag von McAfee durchgeführt hat.
Die Zahl der beauftragten Anbieter variiert ...
Die Zahl der beauftragten Anbieter variiert ...

Niederländer scheinen besonders misstrauisch zu sein: Jeder Dritte beschäftigt fünf oder mehr Sicherheitsanbieter. Dagegen nehmen sich Franzosen gelassen aus – 62 Prozent beauftragen nur einen oder zwei. Die Zahlen für Deutschland: Gut jeder Zweite (51 Prozent) beschäftigt zwei oder drei.

Wird nicht die Zahl der Anbieter, sondern der Produkte verglichen, zeigt sich folgendes Bild: 30 Prozent der Briten haben mehr als sechs Lösungen im Einsatz, bei den Niederländern sind es nur zehn Prozent.

... ebenso wie die Zahl der implementierten Lösungen.
... ebenso wie die Zahl der implementierten Lösungen.

Deutsche Firmen zeigen sich uneinheitlich: 38 Prozent haben fünf oder mehr Sicherheitslösungen implementiert. Immerhin dreizehn Prozent geben sich allerdings mit einer einzigen zufrieden. 27 Prozent arbeiten mit drei Lösungen.

Große Unternehmen beauftragen mehrere Anbieter

Die Analysten haben für Deutschland außerdem die Unternehmensgröße unter die Lupe genommen. Dabei werden klare Unterschiede sichtbar: 19 Prozent der Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern geben mehr als fünf Anbietern von Sicherheitslösungen Arbeit. Bei den kleineren Betrieben (bis 500 Angestellte) sind es nur zwölf Prozent. Am anderen Ende der Fahnenstange ist das Verhältnis umgekehrt: 35 Prozent der kleinen Firmen beauftragen lediglich einen Anbieter, unter den Großbetrieben sind es 29 Prozent.