Expertenkritik

Zuviele vernetzte Geräte ohne Update-Funktion

20. März 2016
Zuviele vernetzte Geräte kommen laut einem IT-Sicherheitsexperten auf den Markt ohne die Möglichkeit, Schwachstellen in der Software zu stopfen. "Das bereitet mir aktuell die größte Sorge", sagte der Mitgründer und Technik-Chef der kalifornischen Sicherheitsfirma Lookout, Kevin Mahaffey. "Es ist ein Problem, das wir im Internet der Dinge lösen müssen."
Die Vision von einer vernetzten Welt: Doch längst nicht alle Geräte lassen sich über das Internet updaten.
Die Vision von einer vernetzten Welt: Doch längst nicht alle Geräte lassen sich über das Internet updaten.
Foto: kobes - Fotolia.com

Möglicherweise seien in manchen Bereichen sogar gesetzliche Vorschriften notwendig, dass bekannte Sicherheitslücken geschlossen werden müssen. "Es ist gefährlich, wenn es Schwachstellen gibt, die ein Zwölfjähriger ausnutzen kann, wir die Lösung kennen - aber sie nicht umsetzen." Software-Updates, die nicht über Funk ablaufen können, seien für die Unternehmen mit Kosten und logistischem Aufwand verbunden und würden deshalb oft gescheut.

Lookout war es im vergangenen Sommer gelungen, sich in einige Systeme in einem Wagen des Elektroauto-Herstellers Tesla zu hacken. Sie konnten unter anderem Türen und Kofferraum öffnen sowie den Motor an- und ausmachen. Tesla habe die Schwachstelle schnell über eine Software-Aktualisierung geschlossen. Das müsse zum Standard werden, sagte Mahaffey: "Ein Auto ist heute mehr ein Rechenzentrum auf Rädern als nur ein Auto." (dpa/rs)

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