Wenig Hoffnung für IT-Fachkräfte

Zwei Millionen IT-Jobs fallen weg

04. Dezember 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zwischen 2000 und 2014 verschwinden in den westlichen Industrie-Nationen knapp zwei Millionen IT-Jobs. Analysten der Hackett Group raten CIOs, in die Rolle des Change Managers zu wachsen.
Abbau von IT- und Verwaltungsjobs zwischen 2000 und 2014 laut Hackett Group.
Abbau von IT- und Verwaltungsjobs zwischen 2000 und 2014 laut Hackett Group.

ITler in der westlichen Welt sorgen dafür, dass ihre Jobs an Offshoring-Partner gehen und sie selbst überflüssig werden. Dieses Fazit lässt sich aus einer Studie der Hackett Group ziehen. Die Analysten haben sich die Entwicklung von IT-Jobs seit 2000 angesehen und eine Prognose bis 2014 erstellt. In Zahlen: 1.942.000 IT-Arbeitsplätze in Nordamerika und Westeuropa verschwinden.

Aktueller Aufhänger sind die fortwährenden Meldungen, die derzeitige Krise sei 2010 überwunden. Hackett macht entlassenen Informatikern wenig Mut. Sie sollten nicht unbedingt davon ausgehen, wieder eingestellt zu werden, so die Analysten.

Die Gründe für den Wegfall so vieler Arbeitsplätze sind denn auch weniger konjunktureller als mehr struktureller Natur. Konkret: Die IT sorgt für immer mehr Effizienz, sie automatisiert, sie verbessert Prozesse. Dadurch zahlten westliche Unternehmen für Verwaltungsaufgaben im Jahr 2007 insgesamt etwa 333 Milliarden US-Dollar weniger als für die gleichen Aufgaben im Jahr 2000.

Laut Hackett wirkt sich der Stellenabbau oder die Stellenverlagerung in Niedriglohn-Länder zweifach negativ aus: Spitzenkräfte schauen sich ständig nach einem stabileren Job um. Durchschnittskräfte trauen sich nicht mehr, irgendwelche "Risiken" einzugehen und verlieren, was sie an Innovationsgeist hatten.