Android

Highend-Smartphone aus China

Huawei Ascend P1 im Praxistest

17.08.2012, von Manfred Bremmer

Bereits im Januar auf der CES vorgestellt, kommt das Huawei Ascend P1 nun endlich in Deutschland in den Handel. Wir haben geprüft, ob sich das Warten auf das schicke Android-Smartphone gelohnt hat.

Das Huawei Ascend P1.Vergrößern
Das Huawei Ascend P1.
Foto: Huawei

Der chinesische TK-Ausrüster Huawei Technologies hat sich für die Zukunft viel vorgenommen: Wie Lars-Christian Weisswange, Vice President Devices Western Europe bei Huawei, auf dem Launch-Event für das Ascend P1 in München erklärte, will die Company im Smartphone-Segment bis 2015 zur Nummer Drei aufsteigen – gegenwärtig sieht sich sein Unternehmen auf dem sechsten Platz. Der Aufstieg soll dabei nicht nur über einfache Billig-Smartphones wie das Ideos X3 und das Ascend Y200 geschehen. Obwohl sich die Geräte bei Lidl & Co. sehr gut verkaufen und auch in Schwellenländern dem einstigen Handy-Riesen Nokia das (Über-)Leben schwer machen, nimmt Huawei auch das Hochpreissegment ins Visier.

Erstes Modell für diesen Bereich ist das Ascend P1, das in dieser Woche in Deutschland auf den Markt kommt. Es wird in den Farben "Matt Black", "Ceramic White" und "Metallic Red" angeboten, als unverbindliche Preisempfehlung nennt Huawei 449 Euro. Die COMPUTERWOCHE hat sich das mit dem Werbeslogan "Clever sah nie besser aus" oder in Englisch "Beauty meets brains" beworbene Gerät näher angeschaut.

Um das Thema Schönheit, aber auch die Usability kümmerte sich beim Ascend P1 der Chief Design Director Hagen Fendler, den Huawei Device bereits im August 2010 nach Shenzen geholt hatte. Wie der Münchner Diplom-Designer beim Launch-Event ausführlich darstellte, hat er sich etliche Gedanken darüber gemacht, wie sich das Ascend P1 beim Verkaufsprozess im Laden gegenüber den Scharen an immer ähnlicher werdenden Touchscreen-Smartphones durchsetzen könnte. Dazu gehört etwa das inzwischen eher unübliche Design: Das Gerät ist eckig, liegt aber dank abgerundeter Kanten und der superschlanken (7,7 Millimeter) und leichter (110 Gramm) Bauweise dennoch angenehm in der Hand. Bei der schwarzen Variante wird dieser Effekt sogar noch durch die gummierte Rückseite gesteigert, das das rote und insbesondere das weiße Modell sind hochglanzlackiert und entsprechend empfindlich, was Fingerabdrücke betrifft.

Aber auch auf den zweiten Blick kann das Smartphone überzeugen. Die Verarbeitung ist solide, die Spaltmaße halten sich im Rahmen. Bekritteln könnte man lediglich, dass die Abdeckung für den SIM-Karten-Schacht etwas zerbrechlich wirkt – anders als bei Testgeräten wird diese allerdings bei der üblichen Nutzung nicht so stark beansprucht.

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