Bring your own device

Private Tablets in Firmen

Versteckte Kosten bei Bring Your Own

20.08.2012, von Nicolas Zeitler

Private Endgeräte zur Arbeit zuzulassen, spart nicht unbedingt Geld, warnt Gartner-Analyst David A. Willis. Lizenzkosten etwa dürfen CIOs dabei nicht übersehen.

"Bring Your Own Device" (BYOD) kommt nach dem anfänglichen Hype-Geschrei nach und nach in der Unternehmenspraxis an. Das firmeneigene Konzept für den Umgang mit teils privat gekaufter mobiler Hardware will wohl durchdacht sein, wie in einem Webinar mit David A. Willis von Marktforscher Gartner deutlich wurde. Vor allem beim Thema Kosten lauert so manche Überraschung.

David A. Willis von Gartner zufolge ist es komplexer als auf den ersten Blick angenommen, die finanziellen Auswirkungen eines BYOD-Projekts zu berechnen.Vergrößern
David A. Willis von Gartner zufolge ist es komplexer als auf den ersten Blick angenommen, die finanziellen Auswirkungen eines BYOD-Projekts zu berechnen.
Foto: Gartner

Kommt es ein Unternehmen billiger, Smartphones und Tablets der Mitarbeiter einzubinden und zu betreuen als für alle firmeneigene mobile Geräte anzuschaffen? Mit einem klaren Ja oder Nein ist die Frage nicht beantwortet, sagte der Analyst.

Hohe Roaming-Gebühren

Reist ein Angestellter zum Beispiel häufig ins Ausland und surft und telefoniert dort mit seinem privat angeschafften, aber vom Unternehmen zum Arbeiten zugelassenen Mobilgerät, stellt sich die Frage, ob das Unternehmen die gesamten Kosten übernimmt. Denn die können wegen der Roaming-Gebühren in die Höhe schnellen.

An einem anderen Beispiel rechnete Willis vor, dass Firmen, die bisher eine umfassende, reine Blackberry-Architektur nutzen, mit dem Umstieg auf ein BYOD-Konzept tatsächlich Geld sparen können. Für den Beispielfall veranschlagte er Blackberry-Kosten von 90 US-Dollar pro Monat uns Nutzer – darin eingeschlossen die Kosten für Services wie E-Mail. Nach Willis’ Rechnung koste bei einem BYOD-Szenario im selben Unternehmen jeder Mobil-Nutzer durchschnittlich nur noch 65 Dollar.

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